Nachgefragt: Auch Prominente greifen durch

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„Ich bin mal strenger und mal nicht so streng“, sagt Madonna über ihren Erziehungsstil. Bei den Hausaufgaben kennt die Künstlerin jedoch kein Pardon. Ein strenges Verbot herrscht für Tochter Lourdes (12) und die Söhne Rocco (8) und David (3) für Fernseher und Süßigkeiten. Bei Lourdes achtet Mutti Madonna darauf, dass die Kleidung schön sittsam ist.

Filmregisseur Dieter Wedel legt Wert auf Höflichkeit. Sein zwölfjähriger Sohn Benjamin Charly muss daher aufstehen, wenn eine Dame an den Tisch kommt. „Mir ist auch wichtig, dass er zuhört, wenn andere reden, und nicht einfach dazwischenplappert“, sagt Wedel. Wenn das Söhnchen doch mal etwas ausgefressen hat, verhängt der Regisseur ein Fernsehverbot.

Silvana Koch-Mehrin, Europaabgeordnete der FDP, hat gar keinen Fernsehanschluss. Die drei Töchter Mila (5), Elena Roisin (3) und Alessa Saoirse (zehn Monate) dürfen höchstens 20 Minuten am Tag DVD schauen.

TV-Koch Johann Lafer hat sich mit Sohn Jonathan (7) und Tochter Jennifer (13) auf eine Stunde Medienzeit geeinigt. Bei Jennifer ist Aufklärung schon ein Thema. Wichtig ist dem Koch dabei, das Liebevolle hervorzuheben: Zum Beispiel, dass Sex ohne Liebe wie Fastfood ist.

Bei Bischöfin Margot Käßmann herrscht ein striktes Verbot von Killerspielen. Wichtig bei der Kindererziehung sind für sie Liebe und (Gott-)Vertrauen. Sie habe immer versucht, ihren vier Töchtern Sarah (26), Hanna (22), Lea (22), und Esther(18) ein gutes Vorbild zu sein. „Dazu gehört für mich auch, eigenes Scheitern zuzugeben“, so die geschiedene Bischöfin.

Bei Bergsteiger Reinhold Messner wird der Fernsehkonsum der vier Kinder streng überwacht. Für das Sozialverhalten seien Haustiere, um die sich die Kinder kümmern, am lehrreichsten.

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