Nach Einbruch: Versicherung muss Liste einfordern

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Deutsche Presse-Agentur

Nach einem Einbruch müssen Hausratversicherte der Polizei eine sogenannte Stehlgutliste vorlegen. Wer das versäumt, verliert aber nicht zwangsläufig den Versicherungsschutz.

Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe hervor, über das die Fachzeitschrift „BGH-Report“ berichtet. Demnach verletzt der Versicherte seine vertraglichen Pflichten nur dann, wenn ihn die Hausratversicherung zuvor ausdrücklich auf die Verpflichtung zur Vorlage einer Stehlgutliste hingewiesen hat (Az.: IV ZR 317/05).

Die Versicherung hatte ihre Zahlungsverweigerung zuvor mit dem Hinweis darauf begründet, der Kunde habe nach einem Diebstahl der Polizei keine Stehlgutliste vorgelegt. Die Bundesrichter sahen dafür keine Rechtsgrundlage: Der Kunde habe weder vorsätzlich noch grob fahrlässig auf die Vorlage der Liste verzichtet. Die Pflicht sei ihm vielmehr nicht bekanntgewesen, und die Versicherung habe ihn auch nicht darauf hingewiesen.

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