Nach Cortina-Aus: Spieler und Manager in der Pflicht

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Für Stefano Giliati (links) und die Schwenninger Wild Wings stehen am Wochenende die ersten Spiele nach der Trennung von Trainer
Für Stefano Giliati (links) und die Schwenninger Wild Wings stehen am Wochenende die ersten Spiele nach der Trennung von Trainer Pat Cortina auf dem Programm. Gegen Straubing verspricht Jürgen Rumrich, Manager und Interimstrainer, ein Ergebnis, das zufriedenstellt. (Foto: Dieter Reinhardt)

Nach dem Rauswurf von Trainer Pat Cortina steht die Mannschaft der Schwenninger Wild Wings und Sportmanager Jürgen Rumrich in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in der Pflicht. Freitag empfängt der SERC mit Übergangstrainer Rumrich an der Bande die Straubing Tigers. Am Sonntag gastieren die Wild Wings bei den Eisbären Berlin.

In der Nacht auf Dienstag war Coach Cortina am Neckarursprung geschasst worden. Sportmanager Rumrich wird die Mannschaft als Interimstrainer betreuen, bis ein Nachfolger für Cortina gefunden ist. Die Schwenninger Verantwortlichen hoffen nach den beiden Spielen in der sich anschließenden Pause wegen des Deutschland-Cups einen neuen Übungsleiter präsentieren zu können.

Bob Burns ein Kandidat für die Cortina-Nachfolge?

Mit Bob Burns macht bereits ein interessanter Name rund um die Helios-Arena die Runde. Der Kanadier, der von 1993 bis 1997 zunächst als Co- und später als Cheftrainer die Wild Wings betreute, würde nach Informationen unserer Zeitung die Mannschaft gerne übernehmen. Der inzwischen 67-jährige „General“, der für sein hartes Training und ein fast überfallartiges Powerhockey vor allem zu Spielbeginn bekannt war, stünde bereit.

In dieser Woche hat Rumrich das Training geleitet. Die Kontingentstürmer Andrée Hult und Istvan Bartalis sind nach Aussage des Managers wieder fit, sodass nur der langzeitverletzte Angreifer Markus Poukkula noch fehlt. Da die Schwenninger nur 21 Mann auf den Spielberichtbogen bringen dürfen, gibt es mit Verteidiger Kalle Kaijomaa und Stürmer Marc El-Sayed zwei Streichkandidaten.

Gegner Straubing Tigers seit fünf Spielen ohne Sieg

Rumrich verspricht für das Heimspiel gegen Straubing: „Die Fans werden ein Spiel mit einem Ergebnis erleben, das sie zufriedenstellt.“ Schließlich sind auch die Gäste aus Niederbayern nicht vom Erfolg verwöhnt. Am Mittwoch verloren sie in Nürnberg 2:5 und kassierten die fünfte Niederlage in Serie. „Wir haben das Spiel in Überzahl verloren“, resümierte Tigers-Stürmer Stefan Loibl. In der Tat: Die Truppe von Trainer Tom Pokel brachte gegen die Nürnberg Ice Tigers das Kunststück fertig, dreimal fünf gegen drei zu spielen und dabei kein Tor zu erzielen.

„Straubing ist gut in die Saison gestartet, hat jetzt aber nachgelassen. Die spielen einfaches Eishockey. Wir müssen Druck zum Tor machen, hohe Laufbereitschaft zeigen und diszipliniert auftreten“, sagte Rumrich. Im ersten Aufeinandertreffen verloren die Wild Wings bei den Tigers 1:2. Aktuell belegen die Straubinger den neunten Platz.

Die Eisbären Berlin, bei denen die Wild Wings am Sonntag gastieren, sind Sechster. Die Hauptstädter konnten am vergangenen Wochenende zwei Siege einfahren, gewannen in Bremerhaven 3:2 und gegen Nürnberg 5:4. Das erste Duell gegen Berlin verloren die Wild Wings zu Hause 0:1 nach Verlängerung. Großer Rückhalt der Hauptstädter war und ist Torhüter Kevin Poulin, der bei Olympia mit Kanada Bronze gewann.

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