Näher an den Informationen und Entscheidungen

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 Bürgermeister Jürgen Köhler trägt sich schon länger mit dem Gedanken einer Kreistagskandidatur.
Bürgermeister Jürgen Köhler trägt sich schon länger mit dem Gedanken einer Kreistagskandidatur. (Foto: Archiv: Bruno Jungwirth)

Auch Ertingens Bürgermeister Jürgen Köhler will in den Kreistag. Bei der Wahl am 26. Mai wird er als Parteiloser auf der Liste der CDU antreten. Er hofft, dass auch Hubert Buck bei den Freien Wählern wieder den Sprung ins Kreisparlament schafft: „Es wäre schön, wenn wieder zwei Kandidaten aus Ertingen nach Biberach in den Kreistag fahren würden.“

„Ich sehe es als wichtig an“, sagt Köhler, der schon länger vorgehabt hat, sich für den Kreistag zu bewerben. Bei der letzten Kommunalwahl im Jahr 2014 sei er in Ertingen noch zu frisch im Amt gewesen: „Ich musste mich erst einfinden.“ Zudem habe er damals noch die Gemeinde Dürnau mitverwaltet. Als ihn jetzt die Anfrage der CDU erreichte, sagte er zu. Auch andere Fraktionen hätten angeklopft. Köhler ist parteilos, bezeichnet sich aber als CDU-nah und verweist auch auf einen starken Ortsverband in Ertingen. Seitens des Gemeinderats sei die Kandidatur begrüßt worden. Gefreut habe ihn auch, dass er bei der Versammlung der Feuerwehr Beifall bekommen habe, als er seine Absicht angekündigt habe.

Köhler weiß, dass die hohe Bürgermeisterdichte im Kreistag durchaus auch kritisch gesehen wird. Und der Zeitaufwand für Vorbereitung und Teilnahme an Kreistags- und Ausschusssitzungen sei „gewaltig“. Aber die Bürgermeister „wissen, was in den Gemeinden los ist und wo der Schuh drückt“. Und andererseits habe das Kreistagsmandat auch Vorteile für die Gemeinde. Man erhalte aus erster Hand Informationen, die für die Gemeinde wichtig sind: „Es gab mehrere Sachen, wo ich sagen muss, das haben wir so nicht vorhergesehen.“ Ein Beispiel sei die Entwicklung bei den Flüchtlingen. Es sei wichtig, nahe an den Entscheidungen und Prozessen zu sein, die ja die Gemeinden direkt betreffen.

Welchem Ausschuss des Kreistags er angehören möchte, darüber hat sich der Ertinger Bürgermeister noch keine Gedanken gemacht. Zunächst will er den wiedergewählten Kreisräten den Vortritt lassen.

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