MTG Wangen setzt guten Lauf fort

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 Wichtiger Sieg in Ostfildern: Leopold Plieninger (am Ball) ist mit der MTG Wangen seit vier Spielen ungeschlagen.
Wichtiger Sieg in Ostfildern: Leopold Plieninger (am Ball) ist mit der MTG Wangen seit vier Spielen ungeschlagen. (Foto: Thorsten Schneider)
Oliver Weishaupt

Die MTG Wangen hat in der Handball-Württembergliga Süd am Samstagabend vor 200 Zuschauern in der Körschtalhalle in Scharnhausen den bis dahin punktgleichen Gastgeber HSG Ostfildern letztlich souverän mit 29:25 (15:13) besiegt. Damit feierten die Wangener, die mit nur neun Feldspielern angereist waren, im fünften Auswärtsspiel den vierten Erfolg und sind nach dem schwachen Saisonstart mit nur einem Sieg aus den ersten sechs Partien seit inzwischen vier Begegnungen ungeschlagen. „Es war von Anfang an ein sehr intensives Spiel“, sah MTG-Trainer Sebastian Staudacher seine Erwartungen im Nachhinein voll und ganz bestätigt.

Ostfildern ging durch das Tor von Ex-MTG-Jugendspieler Timo Flechsenhar, der insgesamt vier Treffer beisteuerte, mit 1:0 in Führung und baute diese bis zur fünften Minute auf 4:2 aus. In einem zunächst engen Spiel, in dem sich fast die gesamte erste Halbzeit lang kein Team mehr als zwei Tore absetzen konnte, lag Wangen beim 6:5 in der elften Minute erstmals vorne. Probleme bereitete der MTG-Abwehr zunächst vor allem HSG-Kreisläufer Sebastian Pollich. „Er war hauptsächlich daran beteiligt, dass wir echt Schwierigkeiten hatten. Da haben wir zu viele einfache Gegentore bekommen“, sagte Staudacher und ergänzte: „Das haben wir aber im Lauf der ersten Halbzeit besser in den Griff bekommen.“ In der 29. Minute führte sein Team erstmals mit drei Toren, kassierte in Überzahl aber mit der Pausensirene noch den 13:15-Anschlusstreffer. „Da machen wir es im Angriff zweimal nicht gut, deshalb ist es in der Halbzeit dann so eng“, meinte Staudacher.

Mehr als elf Minuten lang ohne Gegentreffer

Im zweiten Spielabschnitt sorgten die Allgäuer dann zügig für die Vorentscheidung, weil sie laut Staudacher „extrem gut“ verteidigten, mehr als elf Minuten keinen Gegentreffer zuließen und auf 20:13 davonzogen. „Das war nach der Halbzeit schon überragend, da funktionierte alles und Ostfildern fand keine Lösung“, war Staudacher in dieser Phase von der Defensivarbeit seiner Mannschaft hellauf begeistert. Nach einer Auszeit versuchte die HSG dann, das MTG-Abwehrbollwerk mit einem siebten Feldspieler zu durchbrechen. „Das hatten wir aber auch relativ gut im Griff“, meinte der MTG-Trainer. „Es war, würde ich schon sagen, eine der besten Abwehrleistungen, da hat alles gepasst“, war Staudacher zufrieden und fügte hinzu: „Da haben wir sie soweit gehabt, dass wir noch weniger Gegentore hätten kriegen können.

Jedoch hielten seine Spieler die Intensität in der Abwehr nicht bis zum Ende durch und Ostfildern kam durch drei Tore nacheinander bis zur 49. Minute wieder auf 18:22 heran. Wangen gelang es aber, noch einmal einen Gang hochzuschalten, sodass die Begegnung beim 26:19 in der 54. Minute entschieden war. „Dann sind wir ein bisschen nachlässig geworden und haben vorne zu schnell abgeschlossen“, monierte Staudacher. „Da hätten wir die Angriffe länger ausspielen können.“ So konnten die Hausherren noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben, doch in Gefahr geriet der MTG-Sieg nicht mehr. „Wenn wir konsequenter gewesen wären, hätten wir wahrscheinlich noch deutlicher gewinnen können“, lautete Staudachers Fazit.

Anders als eine Woche zuvor in Albstadt, als die Wangener acht Zwei-Minuten-Strafen plus zwei Rote Karten kassierten, gab es dieses Mal im gesamten Spiel nur eine einzige Hinausstellung gegen die MTG (Ostfildern: fünf). „Wir haben so verteidigt, dass wir wenig Angriffsfläche für die Schiedsrichter geboten haben, uns zu bestrafen. Wir waren gut auf den Beinen, haben gute Fouls gemacht; das war wirklich fair und trotzdem mit einer gewissen Aggressivität und mit dem Engagement, das ich auch erwarte“, lobte Staudacher. Darüber hinaus präsentierte sich Aaron Mayer dieses Mal von der Siebenmeter-Linie wieder treffsicher und konnte alle drei Versuche verwandeln.

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