MTG-Teammanager bastelt an schlagkräftigem Kader

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 Zum Saisonabschluss tritt die MTG Wangen (links Aaron Mayer) beim TV Gerhausen an.
Zum Saisonabschluss tritt die MTG Wangen (links Aaron Mayer) beim TV Gerhausen an. (Foto: Sascha Riethbaum)
Uli Coelius

Die MTG Wangen setzt zum letzten Saisonspiel in Gerhausen wieder einen Bus ein. Abfahrt am Sonntag von den bekannten Parkplätzen, unter anderem P14 bei der Realschule, ist um 14 Uhr.

Das letzte Spiel der Württembergliga-Süd-Saison 2018/19 hat für die Wangener Handballer ein weiteres Bezirksderby aufgehoben. So muss die MTG am Sonntag um 17 Uhr beim TV Gerhausen ran, der mit Ach und Krach den Klassenerhalt bewältigte. Die Wangener können einmal mehr befreit aufspielen. Zumal den Allgäuern der imposante einstellige Tabellenplatz unabhängig vom Ergebnis nicht mehr zu nehmen ist.

Selbst den größten Optimisten fällt es schwer, die MTG nach einer unterirdischen Vorsaison derart weit oben anzusiedeln. Zwischendurch waren die Wangener sogar drauf und dran, an der Oberligarelegation zu schnuppern. Auch wenn die MTG schon einmal dieser Oberliga angehörte, steht eine Klasse tiefer nun ein attraktiver Auftrag bevor: sich in der kommenden Spielzeit für die eingleisige Württembergliga zu qualifizieren. Das ist den Wangenern, ein Platz unter den besten Sechs gilt wohl als Voraussetzung, durchaus zuzutrauen. Dafür steht unter anderem der umtriebige Teammanager Arno Uttenweiler.

Drei Topzugänge

Der 51-jährige Vertriebsleiter, den es ausgesprochen schmerzt, dass sein ehemaliger Verein TSB Ravensburg wieder zurück muss in die Bezirksliga („Das tut als Ex-Trainer brutal weh“), hat sich längst mit Haut und Haaren als Teammanager der MTG Wangen verschrieben. „Meine Aufgabe ist es unter anderem, Cheftrainer Gabriel Senciuc organisatorisch zu unterstützen und ihm personell diejenigen Spieler zuzuführen, die besonders die erste Mannschaft verstärken“, verrät Arno Uttenweiler.

Dazu gehören neben dem bereits aktiven Ausnahmekeeper Petru Drenceanu die Topzugänge Stefan Dorn (Linkshänder aus Friedrichshafen), Joel Schwarz aus Ravensburg (Rückraum rechts) oder aber Allrounder Pascal Bube aus der hessischen Region, den es des Studiums wegen ins Allgäu zieht. „Und natürlich gilt unsere ganze Aufmerksamkeit dem Nachwuchs“, weiß Arno Uttenweiler, weit mehr als 35 Jahre im atemlosen Handballgeschäft tätig. „Was uns besonders guttut, ist der Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Bezirksliga.“ Der Verein könne somit vorzüglich planen und sondieren.

„Total glücklich“

Außer Frage steht für Arno Uttenweiler, seiner neuen Mannschaft zuzutrauen, in der kommenden Saison die heikle Mission für die eingleisige Württembergliga zu erfüllen. Die klare Antwort des 51-Jährigen: „Vielleicht reicht sogar ein siebter Platz. Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir das schaffen.“

Die augenblickliche Konstellation gibt jedenfalls vor, dass Schwäbisch Gmünd die sofortige Oberligarückkehr feiern darf. Am anderen Ende ist die SG Herbrechtingen- Bolheim nicht mehr zur retten vor dem Abstieg in die Landesliga. Und die MTG Wangen? Uttenweiler bringt es auf den Punkt: „Wir sind mit dem Klassenerhalt total glücklich. Wir haben trotz zahlreicher Ausfälle, beispielsweise Aaron Mayer und Sebastian Staudacher, das aus unserer Sicht Maximale erreicht.“ Nun gilt es nur noch, am Sonntag in Gerhausen zu einem für die MTG genussreichen Saisonende zu gelangen.

Die MTG Wangen setzt zum letzten Saisonspiel in Gerhausen wieder einen Bus ein. Abfahrt am Sonntag von den bekannten Parkplätzen, unter anderem P14 bei der Realschule, ist um 14 Uhr.

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