Moritz Eisold überrascht mit dem sechsten Platz

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 Bei der Deutschen Meisterschaft in Leverkusen belegte Moritz Eisold von der LG Tuttlingen-Fridingen in der Klasse U 18 im Siebe
Bei der Deutschen Meisterschaft in Leverkusen belegte Moritz Eisold von der LG Tuttlingen-Fridingen in der Klasse U 18 im Siebenkampf den sechsten Platz. Im Weitsprung erzielte der LG-Athlet mit 6,55 Meter die beste Weite. (Foto: Ralf Görlitz)
Fritz Reichle

Als Zweitbester des Jahrgangs 2004 hat Moritz Eisold von der LG Tuttlingen-Fridingen am Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft im Hallen-Siebenkampf seinen bisher vielleicht größten Erfolg errungen. Mit einer Bestleistung von 4507 Punkten belegte das erst 15-jährige Leichtathletik-Talent in Leverkusen in seiner neuen Altersklasse U 18 den hervorragenden sechsten Platz.

Wenn man bedenkt, dass der Kreisrekord im Zehnkampf dieser Altersklasse bei 5481 Punkten liegt, dann hat Eisold bei gleichleibender Form gute Chancen, diesen Rekord im Sommer um rund 800 Punkte zu übertreffen. Kein Wunder, dass der junge Balgheimer nach seinem famosen Auftritt in Leverkusen glücklich war. „Mit diesem Ergebnis und zwei neuen Bestleistungen bin ich natürlich zufrieden. Nur im Stabhochsprung und über 1000 Meter muss ich mich noch sehr verbessern“, zeigte sich der junge Athlet selbstbewusst und auch selbstkritisch.

Dabei war der Schützling von LG-Trainer Franz Saile furios gestartet. Unter den 15 Teilnehmern, die sich für diese DM qualifiziert hatten, steigerte er sich über 60 Meter als Viertbester auf tolle 7,38 Sekunden. Und im Weitsprung erreichte er mit guten 6,55 Meter sogar die beste Weite im ganzen Feld. Als er dann auch mit der Kugel mit 12,73 Meter eine neue Bestleistung vorlegte, fand er sich plötzlich sensationell auf dem zweiten Platz im Zwischenergebnis nach drei Disziplinen wieder.

Dann jedoch stand mit dem Stabhochsprung die Zitterdisziplin des LG-Talents an. Diese Disziplin kann er in Tuttlingen weder in der Halle noch im Stadion, sondern nur auf Kader-Lehrgängen trainieren. Entsprechend unsicher war der Beginn in Leverkusen, wo er beispielsweise 2,90 Meter erst im dritten Versuch schaffte. Dann kam er mit übersprungenen 3,40 Meter aber nervenstark doch noch ganz nahe an seine Bestleistung heran. Drei seiner Konkurrenten sprangen aber 4,40 Meter oder höher, so dass Eisold am Schluss des ersten Tages nicht unerwartet auf den siebten Platz nach vier Disziplinen zurückfiel.

Am Sonntag trumpfte er jedoch wieder stark auf und lief über 60 Meter Hürden mit 8,80 Sekunden seine bisher zweitschnellste Zeit. Und auch im Hochsprung kam er mit tollen 1,83 Meter fast an seine Bestleistung heran und wurde nur von drei Konkurrenten übertroffen.

So lag er vor dem abschließenden Lauf über 1000 Meter auf dem vorher nicht erwarteten sechsten Platz, den es nun in dieser eher ungeliebten Disziplin zu verteidigen galt. Etwas behindert auch durch eine leichte Erkältung kämpfte er sich aber auch hier bravourös in 3.18,53 Minuten durch. Mit 4507 Punkten hatte er am Ende seine Position gehalten und schnitt damit hinter dem letztjährigen Deutschen Meister der Klasse M15, Marec Metzger (TSV Gomaringen) mit 4870 Punkten, als Zweitbester des Jahrgangs 2004 ab. Sieger wurde Roman Jocher (TSV Königsbrunn) mit 5035 Punkten.

Moritz Eisold freut sich nun auf die Sommer-Saison, in der der DLV-Kaderathlet seinen ersten richtigen Zehnkampf im Stadion absolvieren wird.

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