Moculescu Trainer von Rumäniens Volleyball-Team

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Deutsche Presse-Agentur

Chefcoach Stelian Moculescu vom Volleyball-Bundesligisten VfB Friedrichshafen ist von sofort an auch für die rumänische Männer-Nationalmannschaft zuständig.

Wie eine VfB-Sprecherin mitteilte, hat der 58 Jahre alte frühere Bundestrainer in seinem ehemaligen Heimatland kurz vor Weihnachten einen Vierjahresvertrag bis 2012 unterschrieben. Friedrichshafen segnete die neue Aufgabe ab, die fast ausschließlich in die spielfreie Zeit des deutschen Rekordmeisters fällt. „Die Doppelfunktion kennen wir ja schon. Für uns ändert sich nichts. Im Winter ist Stelian für uns da, im Sommer für die Rumänen“, sagte VfB-Geschäftsführer Jürgen Hauke.

„Das ist eine sehr emotionale Geschichte und ein Abenteuer“, sagte Moculescu. „Ich freue mich darauf und gehe diese Tätigkeit mit großen Hoffnungen an.“ Der Erfolgstrainer, der auch neun Jahre lang die deutsche Männer-Nationalmannschaft betreut hatte, begann seine neue Arbeit bereits am zweiten Weihnachtstag. Rumänien bereitet sich in Friedrichshafen bis zum 1. Januar auf die erste Runde der WM- Qualifikation vor.

Für den im ehemaligen Kronstadt geborenen Moculescu schließt sich mit dem Engagement in Rumänien ein Kreis. Vor 36 Jahren hatte er sich bei den Olympischen Spielen in München von der Mannschaft abgesetzt und war in Deutschland geblieben. Dort fand der Spieler in München und später in Friedrichshafen ein neues Zuhause. „Ich war lange weg. Jetzt möchte ich meinem Heimatland etwas zurückgeben“, begründete Moculescu seine jetzige Entscheidung.

In Rumänien erwartet den Erfolgstrainer eine große und schwierige Aufgabe. Das Team spielt international nur eine drittrangige Rolle und wird in der Weltrangliste an Position 56 geführt. Für eine Europameisterschaft qualifizierten sich die Rumänen zuletzt 1995, für eine Weltmeisterschaft 1978. „Die Situation ist der von 1999 sehr ähnlich, als ich die deutsche Nationalmannschaft übernommen habe“, sagte Moculescu. Er brachte Deutschlands Volleyballer bis in die europäische Spitze und schaffte für Peking erstmals seit 36 Jahren wieder die Qualifikation zu den Olympischen Spielen. „Ich hoffe, wir können und werden einen ähnlichen Weg gehen“, meinte Moculsecu.

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