Mit Zweigen und Laub empfindliche Äste schützen

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Deutsche Presse-Agentur

Unübersehbar werden die Knospen dicker, auch wenn der Winter noch nicht zu Ende ist. Den meisten Pflanzen schadet es nichts, wenn es noch einmal Frost gibt, erläutert der Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Bonn.

Aber empfindliche Arten sollten besser Schutz bekommen, damit Triebe und künftige Blüten nicht leiden. Tannenzweige sind ideal, um Stauden abzudecken, deren Knospen die Erdoberfläche bereits durchbrechen. In ihrem Schutz entsteht ein etwas milderes Kleinklima, das ausreicht, damit Lilienschweif, Lobelien oder Kniphofien nicht leiden. Zwar können sie auch mit einer Packung Laub geschützt werden. Das lässt sich aber nicht so leicht wieder entfernen, wenn der Frost vorbei ist. Bleibt es liegen, entwickeln Staudengloxinie (Incarvillea), Fackellilie und all die anderen unter ihm lange, schwache und weiche Triebe.

Auch der junge Austrieb von Rosen und Strauch-Paeonien lässt sich gut mit ein paar drumherum gesteckten oder gebundenen Tannenzweigen schützen. Wer nicht genügend davon besitzt, kann als kurzfristigen Schutz auch eine Folie einsetzen. Aber scheint am nächsten Tag die Sonne, erwärmt sich die Luft darunter wie in einem Gewächshaus. Das kurbelt den Stoffwechsel der Pflanze noch stärker an.

Wer die Folie nicht morgens wieder abnehmen kann, nimmt besser dünne Tücher, um üppig blühende Kamelien, die schön rot austreibende Lavendelheide (Pieris) oder den Blauschotenstrauch (Decaisnea) zu schützen. Nötig ist das vor allem an Standorten, auf die schon morgens die Sonne scheint. Müssen empfindliche Arten dort stehen, sollte sie ein Sonnensegel schützen. In ihrem Schatten halten die Pflanzen länger Winterruhe und der Temperaturunterschied zwischen warmen Tagen und kalten Nächten verringert sich.

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