Mit wechselnden Standorten Bodenmüdigkeit vermeiden

Lesedauer: 3 Min
Deutsche Presse-Agentur

Rosen sollten nie an eine Stelle gepflanzt werden, an der bereits Rosen gestanden haben. Sie kümmern sonst. Das gleiche gilt für andere Rosengewächse wie Apfelbäume, Feuerdorn und Kirschen.

Aber auch Gladiolen und etliche Gemüsearten sind betroffen, erläutert der Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Bonn. Bodenmüdigkeit nennen Fachleute das Phänomen, das von verschiedenen, nicht immer ganz geklärten Ursachen ausgelöst wird.

Die übermäßige Vermehrung von schädlichen Bodenbakterien spielt eine Rolle, aber auch der einseitige Verbrauch der Nährstoffe, die die jeweilige Pflanzenart besonders stark benötigt. Solange genügend Fläche vorhanden ist, kann bei Neupflanzungen der gleiche Standort problemlos vermieden werden.

Im kleinen Garten bereitet das jedoch Kopfzerbrechen. Ausweichen auf andere Arten ist dann eine gute Alternative. Dort, wo der Apfelbaum gestanden hat, könnte künftig ein Kirschbaum wachsen. An die Stelle der Rosen könnten Stauden rücken.

Geht das nicht, sind Studentenblumen (Tagetes) eine Hilfe. Mit ihren ätherischen Ölen reduzieren sie Nematodenbefall drastisch, wenn sie eine Saison hindurch auf die Fläche gepflanzt werden. Im nächsten Frühjahr werden die Reste untergraben und die neuen Rosen bekommen einen guten Start.

Reicht das nicht, sollte der Boden ausgetauscht werden. Die Fläche muss aber großräumig ausgehoben werden, sonst schieben sich die Wurzeln bald in die belastete Erde hinein. Manchmal ist es dann sinnvoller, beispielsweise die Gladiolen in große Kübel zu setzen und an der gewünschten Stelle in die Erde einzusenken. Optimale Düngung, der richtige ph-Wert sowie ausreichende Humus- und Wasserversorgung sind aber auch dann entscheidende Faktoren für die gesunde Entwicklung der Pflanzen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen