Mit dem Hund auf Wandertour

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Verwunschene Brücken.
Verwunschene Brücken. (Foto: Schütz)

Idyllische Waldpfade, plätschernde Bäche, Wiesen voller Wildblumen, lauschige Rastplätze und kulturgeschichtliche Sehenswürdigkeiten - das alles bietet der Waltersholz-Rundweg von Trossingen über Aldingen-Aixheim.

Gleich vorweg: Ihren Hund können Wanderer problemlos mitnehmen. An- und Abstiege der Waldpfade sind nicht so steil, als dass sie ein fitter Vierbeiner nicht bewältigen kann. Vorsicht ist allenfalls geboten, wenn die schmalen Wege entlang von Abhängen verlaufen. Generell gilt: Besser an der Leine lassen, schon der Wildtiere wegen. Auch mit aus Holzstämmen gefertigten Brücken sollten die Hunde keine Schwierigkeiten haben, wenn sie mitwandern. Zwar lässt sich die erste Brücke zum Beispiel durch einen beherzten Sprung über den Hagenbach umgehen, die letzte allerdings nicht.

Die 7,6 Kilometer lange Strecke, die von den Albvereinen Trossingen und Aldingen-Aixheim in Schuss gehalten wird, ist innerhalb von zwei Stunden angenehm zu laufen und bewältigt insgesamt 80 Höhenmeter. Mit Grillpause - denn dazu bietet die Strecke gleich zweimal Gelegenheit - und Schnüffelpausen für den Hund dauert es dann aber doch ein paar Minuten länger.

Eine Wanderkarte ist empfehlenswert, aber nicht unbedingt nötig. Der Weg ist mit den grünen Richtungsweisern des neuen Wanderleitsystems gut ausgeschildert, zudem hilft der gelbe Kreis, der örtliche Rundwanderwege kennzeichnet, bei der Orientierung.

Der Rundweg startet auf dem Parkplatz Riedbrücke auf der Trossinger Gemarkung und biegt rasch vom befestigten Waldweg auf einen idyllischen Wanderpfad ab, der sich zwischen Bäumen, Sträuchern und Bachläufen hindurchschlängelt. Und das erste Highlight der Wanderung lässt auch nicht lange auf sich warten: Wo die erste Brücke über den Hagenbach führt, können Kinder und Hunde an einer der schönsten Stellen des Rundwegs an der flachen Uferböschung im Wasser plantschen, während eine Bank zum Verweilen einlädt. Auch ein Blick unter die Brücke lohnt sich: Zwei Eisenbahnschienen des Trossinger Bähnles wurden hier verbaut.

Bis nach Aixheim führt die Wanderstrecke fast ausschließlich über idyllische Waldpfade. Auf dem Naturpfad kommen Wanderer auch am Hirschbrunnen vorbei, den die Naturfreunde 1967 errichtet haben.

Auf Aixheimer Gemarkung ist derzeit noch ein kleiner Umweg angesagt, bevor man zur ehemaligen Burg „Schlösslebühl“ gelangt, denn die Albvereinsbrücke wird gerade repariert. Wanderer müssen außenherum, die Strecke ist aber ausgeschildert, gut zu finden und raubt nicht mehr als ein paar Minuten.

Über den ehemaligen Burggraben, der heute noch zu sehen ist, geht es auf der Ostseite des Burgplatzes zur Andachtsstelle „Maria im Tann“, die vom Musikverein Aixheim gestiftet wurde. Der lauschige Platz bietet sich für eine gemütliche Vesperpause an - keine allzu ausgiebige allerdings, denn von der ehemaligen Burg „Schlösslebühl“ wandert es sich rasch bis zur Vereinshütte des Albvereins Aixheim am Ortsrand.

Blick auf die Tausender

Hier laden ein Spielplatz und eine Grillstelle nach knapp drei Kilometern Strecke zu einer längeren Rast ein - auch bei Regen, denn auf der Terrasse der Hütte sind zusätzlich ein Tisch und Bänke im Trockenen untergebracht. Wer sich nicht selbst verpflegen will, marschiert einfach noch ein Stück weiter am Wanderparkplatz „Lindengasse“ vorbei über geteerte Wege bis zum Aixheimer Sportplatz, wo die Strecke nämlich ohnehin entlangführt. Die Sportheimgaststätte hat Mittwoch bis Samstag ab 15.30 Uhr und sonntags ab 10 Uhr geöffnet. Am letzten Wochenende im Monat ist geschlossen.

Die Hochfläche bei Aixheim eröffnet Wanderern einen herrlichen Blick über Blumenwiesen auf die Tausender der Schwäbischen Alb, bevor der befestigte Forstweg wieder im Wald verschwindet. Das letzte Stück der Strecke verläuft dann wieder auf Pfaden. Im „Dreigemarkungseck“, wo Aixheim, Trossingen und Deißlingen zusammenstoßen, wandert man ein Stück auf dem alten Hohlweg von Trossingen nach Lauffen. Nach der Brücke steigt dieser nochmals an, bevor es zurück auf festen Waldweg und zum Parkplatz Riedbrücke geht. Einen letzten Stopp sollte man bei der keltischen Viereckschanze einlegen. Der Wall des zweiteiligen Heiligtums ist an einigen Stellen noch gut erkennbar.

Zum Schluss gibt es nochmal eine Möglichkeit zum Grillen: Am Parkplatz Riedbrücke hat der Trossinger Albverein eine Grillstelle eingerichtet und befreit regelmäßig den Zugang zum Bach von Brennesseln. Wirklich verschnaufen muss man nach der Strecke aber nicht, denn die ist leicht zu bewältigen und erholsam.

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