Millionen Krokusse schmücken den Husumer Schlosspark

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Deutsche Presse-Agentur

Die „graue Stadt am Meer“ macht sich wieder frühlingshübsch: Insgesamt rund vier Millionen lilafarbene Krokusse schmücken den Husumer Schlosspark mit einem eindrucksvollen Blütenteppich.

Seit mehreren hundert Jahren lockt das „Blütenwunder des Nordens“ zehntausende Besucher in die nordfriesische Hafenstadt. In diesem Jahr feiert Husum sein „offizielles Krokusblütenfest“ mit einem Kunsthandwerkermarkt und zahlreichen Stände um den Tinebrunnen am 21. und 22. März, kündigte Stefanie Anders von der Hafen Event GmbH an.

Über die Herkunft der Krokus-Anpflanzungen im rauen Norden ranken sich zwei Legenden, denn ihre Heimat sind eigentlich die südlichen Regionen Europas: Entweder sollen Mönche im 15. Jahrhundert die lila blühenden Pflanzen in ihrem Klostergarten angesiedelt haben, um Safran aus den getrockneten Narben der Krokusse zu gewinnen und damit ihre liturgischen Gewänder zu färben. Oder Herzogin Marie Elisabeth pflanzte sie Mitte des 17. Jahrhunderts an, um aus den Krokussen Safran als Gewürz für ihre Zuckerbäckereien bekommen. Ihr Schloss vor Husum wurde 1582 an der Stelle des Klosters errichtet.

Doch den lilafarbenen Krokussen an der Nordseeküste mit dem wissenschaftlichen Namen „Crocus napolitanus“ wachsen allerdings keine Blütennarben, aus denen man die begehrten Safranfäden gewinnen kann. Sie sehen nur so aus wie der Safran-Krokus „Crocus sativus“.

Weitere Infos: www.husum-tourismus.de

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