Milchzucker-Unverträglichkeit: Babys nicht testen

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Deutsche Presse-Agentur

Einen Test auf Milchzucker-Unverträglichkeit können sich Eltern bei Neugeborenen sparen, obwohl die Veranlagung zu einer Milchzucker-Unverträglichkeit genetisch bedingt ist.

In den ersten Lebensjahren vertrügen die Kinder Milch in der Regel noch sehr gut, erläutert Martin Claßen, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Links der Weser in Bremen. Oft trete das Problem erst nach einigen Jahren auf.

Bei rund zehn Prozent der Kinder ab sechs Jahren könne eine Milchzucker-Unverträglichkeit auftreten, obwohl sie vorher keine Probleme mit dem Lebensmittel hatten. Viele Kinder litten dann unter Bauchweh, Blähungen und Durchfall. Ob tatsächlich ein Stoffwechselproblem vorliegt, zeige ein Atemtest recht zuverlässig, erklärt Claßen in dem Apotheken-Magazin „Baby und Familie“. Dann reiche es oft schon aus, die Trinkmilch wegzulassen. Andere Milchprodukte wie Joghurt würden häufig vertragen.

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