Meyer setzt für Gladbacher Rettung auf neue Kräfte

Lesedauer: 4 Min
Deutsche Presse-Agentur

Hans Meyers Hoffnungen werden größer. Mit einer runderneuerten Defensiv-Abteilung will der Trainer-Fuchs den Abstieg von Borussia Mönchengladbach aus der Fußball-Bundesliga verhindern.

„Wir haben alle diese Spieler geholt, weil wir glauben, dass sie uns in der Gruppe verbessern“, sagte Meyer. Dem bislang glücklosen Chefcoach stand zum Auftakt der Rückrunden-Vorbereitung in Torhüter Logan Bailly, Paul Stalteri, dem Brasilianer Dante und Tomas Galasek ein kurz zuvor verpflichtetes Quartett zur Verfügung. „In den kommenden Wochen werden wir viel trainieren und die Mannschaft passend machen“, meinte Meyer. Bis zum Pflichtspiel-Auftakt am 31. Januar beim VfB Stuttgart sollen die neuen Profis komplett in das Team des Liga-Letzten integriert sein.

Dank der Transfer-Offensive traut Meyer seinem Team die sportliche Rettung zu: „In der Hinrunde waren wir die Schießbude der Nation. Würden wir nichts verändern, würden wir hundertprozentig absteigen.“ Er verspricht sich speziell vom 35-jährigen defensiven Mittelfeldmann Galasek (Banik Ostrau) und dem 31 Jahre alten Stalteri (Tottenham Hotspur) Stabilität. „Sie werden keine Anpassungsschwierigkeiten haben“, sagte Meyer. Galasek kennt Meyer aus gemeinsamen Nürnberger Zeiten. Der Tscheche bestritt bisher 63 Bundesliga-Spiele. Stalteri war bis 2005 151 Mal für Werder Bremen aktiv.

Die aus Belgien zur Borussia gewechselten Innenverteidiger Dante (Standard Lüttich) und Keeper Bailly (KRC Genk) sollen der zuvor anfälligen Defensive ebenfalls mehr Halt geben. „Die 35 Gegentore aus der Hinrunde sind zu viel, mit so einer Quote steigt man ab“, meinte Stalteri, der viel Potenzial sieht, um den Klassenverbleib zu schaffen. „Durch eine bessere Ordnung und die richtige Balance auf dem Platz können wir auch das Offensiv-Spiel besser machen. Das ist zumindest die theoretische Vorstellung“, erläuterte Meyer. Dass die Gladbacher im Januar als einziger Erstligist kein Trainingslager unter südlicher Sonne beziehen, wertet der Coach nicht als Nachteil: „Wir haben ein beheiztes Trainingsgelände, und für das Team-Building können wir alle zusammen im Solarium auf die Sonnenbank gehen.“

Alexander Voigt, Sebastian Svärd, Marcel Ndjeng und Uwe Gospodarek haben wohl keine Zukunft mehr bei der Borussia. Alle vier Profis erhielten bis zum 10. Januar verlängerten Urlaub, um in dieser Zeit neue Arbeitgeber zu finden. „Wir geben sie nicht zum Nulltarif ab. An den Ablösesummen wird ein Transfer aber nicht scheitern“, sagte Sportdirektor Max Eberl. Den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Stürmer Oliver Neuville will der Verein laut Eberls Angaben „in den kommenden Tagen“ vorzeitig bis 2010 verlängern. „Ich kann mir gut vorstellen, meine Karriere in Gladbach zu beenden“, sagte Neuville.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen