Meinung: Zum Böllern zu blöd

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Redakteurin Virngrund

Man macht sich nicht gerade Freunde, wenn man sich für ein Verbot von Silvesterraketen und Böllern ausspricht. Von wegen Spaßbremse, typisch deutsche Verbieteritis und so. Trotzdem: Ich bin für ein solches Verbot. Warum? Gar nicht einmal wegen des ganzen Mülls, dem Stress für die Tiere oder der Feinstaubbelastung, was ja – durchaus zu Recht – auch viele im Land anmahnen.

Nein, mir reicht am Neujahrsmorgen ein kurzer Blick in unseren lokalen Polizeibericht, um für ein Böller-Verbot zu sein. Da wird in Stimpfach die Altpapiertonne vor einem Wohnhaus mutwillig mit einem gezündeten China-Kracher in Brand gesetzt – drei Verletzte, 20 000 Euro Schaden. In Gmünd werfen Einfaltspinsel mehrere Silvesterböller in den Briefschlitz eines Wohnhauses – ebenfalls 20 000 Euro Schaden. In Ellwangen werden Container entflammt und Zigarettenautomaten mit Kanonenschlägen gesprengt. In Winnenden fliegen Scheibenwischer samt Autoscheibe in die Luft und auch der Briefkasten vom Rathaus. Und in Aalen werden Böller in Richtung Menschen abgefeuert – einen 17-Jährigen erwischt es schwer, er liegt jetzt in der Klinik in Ulm. Und das ist nur ein kleiner Auszug dessen, was die Polizei nach Silvester an Vorfällen öffentlich gemacht hat.

Was sagt einem das? Ganz offenkundig gibt es auch in unserer Region zu viele Menschen, die nicht in der Lage oder willens sind, Feuerwerkskörper sachgerecht zu verwenden. Und da man sich mit diesen Sprengkörpern eben nicht nur selbst, sondern leider auch anderen Menschen erheblich schaden kann...

verbietet diesen gefährlichen Mist endlich!

a.rimkus@ipf-und-jagst-zeitung.de

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