Mehr Spitzenspiel geht in der Kreisliga A III nicht

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 Ratzenried spielt in der Kreisliga A III gegen Türk SV Wangen.
Ratzenried spielt in der Kreisliga A III gegen Türk SV Wangen. (Foto: dpa)

Mehr Spitzenspiel geht nicht: Am 21. Spieltag der Fußball-Kreisliga A III empfängt der Tabellenzweite TSV Ratzenried am Sonntag (15 Uhr) den Spitzenreiter Türk SV Wangen. In diesem womöglich vorentscheidenden Duell um die Meisterschaft trifft die beste Offensive (63 Tore) um Dennis Mihaljevic, der die Torjägerliste mit 24 Treffern deutlich anführt, auf das beste Auswärtsteam (28 von 30 möglichen Punkten) mit der besten Defensive (21 Gegentore, zehnmal zu null).

Nach der Winterpause dominieren der Türk SV Wangen und der nur einen Zähler dahinter platzierte TSV Ratzenried die Liga. Beide Teams sammelten aus sechs Spielen 16 Punkte und sind seit 17 respektive 15 Spielen ungeschlagen. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger SV Neuravensburg beträgt sechs Spieltage vor Schluss zwölf respektive elf Zähler. „Bis jetzt machen beide Mannschaften konstant ihre Hausaufgaben und lassen wenig bis nichts liegen“, sagt TSV-Trainer Markus Steidle.

Steidle und sein Türk-SV-Kollege Orhan Tarhan messen dem direkten Duell am Sonntag große Bedeutung für den Ausgang der Meisterschaft bei, zumal das Restprogramm bei jeweils drei Heim- und zwei Auswärtsspielen nahezu identisch ist. Insbesondere für die Ratzenrieder wäre ein Punktgewinn wichtig, um die Gäste nicht auf vier Zähler davonziehen zu lassen. „In dem Fall würde ich schon von einer Vorentscheidung sprechen. Wir sind mehr unter Druck, das ist ganz klar“, sagt Steidle. „Bei meinen jungen Spielern denke ich, dass es schon auch eine Kopfsache wird. Da musst du mental stark sein, trotzdem mutig spielen und versuchen, dein Spiel durchzudrücken.“ Aller Voraussicht nach weiterhin ausfallen wird wegen eines im Training erlittenen Muskelfaserrisses der landesligaerfahrene Manuel Schlude.

Türk-SV-Trainer Tarhan, der – die Langzeitverletzten ausgenommen – wohl auf den kompletten Kader zurückgreifen kann, äußert sich sehr selbstbewusst. „Wir müssen uns in der Liga wirklich vor niemandem verstecken und sind mit Sicherheit nicht chancenlos.“ Wenn sich seine Elf so präsentiere wie in den ersten 60 Minuten beim jüngsten 4:1-Heimsieg gegen den TSV Heimenkirch II, „dann sieht es mehr als gut aus“. Jedoch spiele letztlich die Tagesform die entscheidende Rolle: „Der, der schnell ins Spiel findet, der wird auch auf der Siegerstraße sein.“ Bleibt aus Sicht der Zuschauer zu hoffen, dass sich das Hinspielergebnis nicht wiederholt. Beim 0:0 blieben beide Teams das bislang einzige Mal in dieser Saison ohne Treffer.

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