Mehr Platz für neue Wurzeln: Orchideen umpflanzen

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Deutsche Presse-Agentur

Nach spätestens drei Jahren wird es Zeit: Dann sollten Orchideen umgepflanzt werden. Das Substrat, in dem die Orchidee wächst, zerfällt dann, verringert sein Porenvolumen und verändert seinen pH-Wert.

Das erläutert der Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Bonn. Austopfen und das Substrat möglichst komplett abschütteln sind die ersten Schritte. Danach geht es an das sorgfältige Entfernen abgestorbener Wurzeln. Bei Pflanzen wie den Phalaenopsis werden das viele sein, ohne dass die Pflanze krank ist. Sie bilden in regelmäßigem Rhythmus neue Blätter und Wurzeln, während die alten absterben.

Leicht hineinpassen sollte die Pflanze in ihren neuen Topf und mittig darin sitzen. Bei den monopodialen Pflanzen, also allen, die immer weiter nach oben wachsen, wie den Phalaenopsis, ist das eindeutig zu erkennen. Bei den sympodialen, den waagerecht wachsenden, zu denen die Oncidien zählen, gehört der jüngste Sprossabschnitt in die Topfmitte. Er allein ist blühfähig und von ihm werden die künftigen Sprossabschnitte abgehen, für die genügend Platz bleiben muss.

Orchideenwurzeln sind meist sperrig. Mit einer Drehbewegung lassen sie sich trotzdem in den Topf bringen. Auch monopodiale Pflanzen, die sich oft aus der Erde heraus schieben, werden wieder so tief gesetzt, dass die Substratoberfläche mit dem Wurzelhals abschließt. Nun wird die frische Orchideenerde sorgfältig zwischen die Wurzeln gefüllt. Dabei wird nicht von oben gedrückt, sondern nur geschüttelt und geklopft, damit das Material in alle Hohlräume rutscht.

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