Mehr Netto: Mit März-Gehalt kommt „Steuergeschenk“ an

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Deutsche Presse-Agentur

Die meisten Arbeitnehmer erleben in diesen Tagen beim Blick auf ihre Gehaltsabrechnung eine angenehme Überraschung: Vom Einkommen bleibt netto mehr übrig.

Der Grund dafür sei, dass viele Arbeitgeber ihre Abrechnungsprogramme nun auf die gesenkten Einkommenssteuertarife umgestellt haben, sagte Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler in Berlin. Da die im Rahmen des zweiten Konjunkturpakets beschlossene Änderung rückwirkend zum 1. Januar gilt, erhielten viele Arbeitnehmer die Rückzahlungen für drei Monate auf einen Schlag.

Pro Monat werde die Steuerersparnis allerdings in vielen Fällen nicht mehr als zehn Euro betragen, sagte Klocke. Sie setze sich aus mehreren Verschiebungen der Tarifeckwerte zusammen. Unter anderem wurden der Eingangssteuersatz von 15 auf 14 Prozent gesenkt und der Grundfreibetrag von 7664 auf 7834 Euro angehoben.

Wer diesen Monat noch den alten Betrag an Lohnsteuer bezahlt, müsse sich allerdings keine Sorgen machen. „Einige kleinere Unternehmen brauchen mit der Umstellung der Abrechnungssoftware etwas länger“, erklärt Klocke. Die aktuelle Lohnabrechnung müsse aber ab dem 1. April an die neuen Tarife angepasst sein. Und spätestens bis zum Sommer sollte jeder Arbeitnehmer auch die zu viel bezahlte Einkommenssteuer für Januar und Februar zurückerhalten.

Im Gegensatz zu Angestellten müssten Selbstständige und Freiberufler selbst tätig werden, um von der Steuersenkung zu profitieren: Sie sollten formlos beim Finanzamt eine Anpassung ihrer Einkommensteuervorauszahlungen beantragen. Selbstständige könnten die zu viel bezahlte Steuer zwar auch rückwirkend in der Einkommenssteuererklärung 2010 zurückfordern, sagt Klocke: „Damit würden Sie aber dem Finanzamt einen zinsfreien Kredit geben.“

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