Mehr als 60 neue Mietwohnungen

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 Diese Parkplätze an der Vöhrenbacher Straße in Villingen sollen überbaut werden.
Diese Parkplätze an der Vöhrenbacher Straße in Villingen sollen überbaut werden. (Foto: : sbo)
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Entlang der Vöhrenbacher Straße ist ein neues Mietwohnungsprojekt der Baugenossenschaft Familienheim geplant. Genutzt werden soll der ehemalige Klinikparkplatz.

Das dürfte auf dem überaus angespannten Wohnungsmarkt für weitere Entspannung sorgen: Die Baugenossenschaft Familienheim plant an der Vöhrenbacher Straße in Villingen den Bau von gleich sieben Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 62 Mietwohnungen. Darüber hinaus soll in direkter Umgebung ein Wohnheim der Stiftung Liebenau entstehen. Über die Pläne des Vorhabens soll nun der Technische Ausschuss entscheiden.

Wie aus der Vorlage für die Ausschussmitglieder hervorgeht, beabsichtigt die Stadt, die Fläche gegenüber des Friedrichsparks an die Baugenossenschaft Familienheim zu verkaufen. Grund für den Erwerb ist der angestrebte Bau von mehreren Gebäuden – wobei der Schwerpunkt auf Mietwohnungen liege. Die Pläne sehen vor, direkt entlang der Vöhrenbacher Straße drei Mehrfamilienhäuser mit jeweils drei beziehungsweise vier Stockwerken zu realisieren. In diesen sind jeweils 14 Wohneinheiten untergebracht.

Ein viertes Gebäude soll zukünftig als Wohnung der Stiftung Liebenau dienen – einem christlichen Sozial-, Gesundheits- und Bildungsunternehmen. Nach Angaben der Stadtverwaltung entstehen hier 24 Wohnheim-Appartements sowie vier zusätzliche Wohnungen für „projektbegleitende Elternschaft“. Für diese Gebäude sind jeweils gemeinschaftliche Dachgärten sowie Photovoltaikanlagen vorgesehen.

Auf der Grünfläche gegenüber des St. Konrad-Kindergartens entstehen derweil so genannte Microlofts des Familienheims. Dabei handelt es sich um ein Wohnprojekt, welches bereits in umfangreicher Form in der Roten Gasse in Villingen umgesetzt wurde. So werden durch eine modulare Bauweise und eine Verzahnung von Gewerken, Einsparungen bei den Planungskosten sowie der Verzicht auf Kellerräume und Treppenhäuser Kostenreduzierungen erzeugt, die einen günstigen Mietwohnungsbau ermöglichen. Insgesamt sind vier Microlofts mit 20 Wohneinheiten geplant. Für das gesamte Projekt möchte das Familienheim eine Tiefgarage mit insgesamt 66 Stellplätzen unter den Mehrfamilienhäusern direkt an der Vöhrenbacher Straße realisieren, die zukünftig über die Alban-Dold-Straße erreicht werden soll. Angedacht ist darüber hinaus im Bereich der Tiefgarageneinfahrt die Einrichtung eines so genannten Mobilitäts-Hubs für Sharing-Fahrzeuge. Und: Zumindest ein Teil der überirdischen Parkplätze zwischen Kindergarten und Bushaltestelle soll nach den derzeitigen Planungen ebenfalls bestehen bleiben.

Wie die Stadt betont, sollen bei den 62 Mietwohnungen 38 Prozent öffentlich und etwa 16 Prozent privat beziehungsweise kirchlich gefördert werden. Die restlichen 46 Prozent sollen zu Genossenschaftsmieten – etwa fünf bis neun Prozent unter den ortsüblichen Vergleichsmieten – vermietet werden.

Die Zustimmung des Technischen Ausschusses bei der Sitzung in der kommenden Woche, am 11. Februar, dürfte gewiss sein. Angesichts der Tatsache, dass es sich hier nicht nur um die Realisierung von benötigten Mietwohnungen handelt, sondern ebenso eine Nachverdichtung angedacht wird, dürfte der Widerstand gering sein.

Angestrebt wird darüber hinaus die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren.

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