Die Zeit von Will Acton (rechts) im Trikot der Schwenninger Wild Wings könnte bald vorbei sein. Es gibt wieder einmal Gerüchte u
Die Zeit von Will Acton (rechts) im Trikot der Schwenninger Wild Wings könnte bald vorbei sein. Es gibt wieder einmal Gerüchte um einen Wechsel des Angreifers. (Foto: Archivoto: Dieter Reinhardt)
Heinz Wittmann

Die Gerüchte halten sich hartnäckig: Wird Stürmer Will Acton trotz eines laufenden Vertrages nicht mehr für die Schwenninger Wild Wings in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auflaufen? Bei Ulrich Maurer gibt es bereits Klarheit. Der Angreifer verlässt den SERC und wechselt zu Zweitligist SC Riessersee.

Nach dem Aus der Wild Wings in den Pre-Play-Offs war Acton mit seiner Frau Tara und den Kindern Macey und Cody wie üblich nach Kanada gereist. Nun wollen Insider in der Neckarstadt wissen, dass der 30-Jährige, der die Staatsbürgerschaft der USA und Kanadas hat, nicht mehr nach Schwenningen zurückkehren wird. Wild Wings-Manager Jürgen Rumrich ist von den Gerüchten um seinen Stürmer einigermaßen genervt. „Das ist doch jedes Jahr dasselbe. Jedes Mal gibt es Gerüchte, dass Acton wechselt. Ich kann nur sagen: Er hat bei uns Vertrag. Ich verstehe nicht, warum ich mich wegen Acton immer wieder erklären muss.“

Wild Wings müssten Acton in die AHL ziehen lassen

Allerdings: Auch Trainer Helmut de Raaf und Stürmer Damien Fleury besaßen vor zwei Jahren auch Verträge bei den Wild Wings, die sie nicht einhielten. „Gegen dieses Argument kann ich nichts sagen. Trotzdem stellt sich für mich die Frage Acton aktuell nicht“, meinte Rumrich. Wie unsere Zeitung erfuhr, könnte Acton trotz eines laufenden Vertrages in Schwenningen problemlos für einen Klub in der American Hockey League (AHL) auflaufen. Zwischen der DEL und der AHL gibt es keine Regularien, die dies verbieten. Die Wild Wings würden wohl nicht einmal eine finanzielle Entschädigung bekommen. „Da weiß ich nicht Bescheid, weil ich mich mit so etwas nicht beschäftige. Diese Frage stellt sich für mich nicht“, sagte Rumrich.

Eine andere Regelung würde greifen, wenn Acton in die National Hockey League (NHL) wechseln würde. Dann müsste der aufnehmende NHL-Klub eine Entschädigung an Schwenningen zahlen. Ein Wechsel von Acton in die nordamerikanische Profiliga steht aber wohl nicht zur Diskussion. Möchte der Angreifer hingegen in Europa bei einem anderen Klub als den Wild Wings dem Puck nachjagen, könnten die Schwenninger ihn entweder sperren oder zumindest eine hohe Ablösesumme verlangen.

Bei den Wild Wings hatte Acton, der 2015 vom AHL-Klubs Utica Comets in den Schwarzwald gewechselt war, gut eingeschlagen. Der spielstarke Linksschütze, der gleich im Dezember 2015 seinen Vertrag um drei Jahre verlängert hatte, brachte es in seiner ersten Saison in 46 Spielen auf 55 Scorerpunkte (16 Tore/39 Assists) und wurde bester Torvorbereiter der DEL. In den weiteren Spielzeiten verbuchte der aktuelle Kapitän 44 (16 Tore/28 Assits) und 50 Punkte (20 Treffer/30 Vorlagen).

Maurer: Kampfstark, aber vor dem Tor zu harmlos

Während der Saison lebte er mit seiner Familie in Hochemmingen. Dort gefiel es Acton laut eigener Aussage ausgezeichnet. Ein Grund, der eigentlich gegen einen Wechsel spricht. Wie sich der Angreifer entscheidet, bleibt abzuwarten. Unterdessen steht fest: Stürmer Uli Maurer verlässt nach zwei Jahren die Wild Wings. Nach Informationen unserer Zeitung kehrt der 33-Jährige zu seinem Stammverein SC Riessersee in die DEL 2 zurück. Diesen Wunsch hatte der Angreifer gegenüber Manager Rumrich bereits geäußert. Maurer wechselte 2016 vom deutschen Meister EHC Red Bull München an den Neckarursprung. Kämpferisch war er stets ein Vorbild. Vor dem gegnerischen Tor blieb er oft zu harmlos. In 97 Spielen verzeichnete er sieben Treffer und 21 Vorlagen.

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