Masern-Mumps-Röteln-Impfung verursacht nicht Autismus

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Deutsche Presse-Agentur

Entgegen früherer Studien gibt es keine Belege dafür, dass die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR-Impfung) Autismus verursacht. Vielmehr hänge die Krankheit mit bestimmten Genen zusammen, schreibt die „Ärzte Zeitung“.

Sie verweist auf eine zusammenfassende Analyse der Forscher Jeffrey Gerber und Paul Offit vom Kinderkrankenhaus Philadelphia („Clinical Infectious Diseases“, Bd. 48, S. 456). Eine inzwischen zurückgezogene britische Studie aus dem Medizinjournal „The Lancet“ hatte vor elf Jahren den Angaben zufolge unter anderem behauptet, die MMR-Impfung führe zu einer Entzündung des Darms. So würden die Gefäße für bestimmte Peptide durchlässig, die ins Gehirn gelangen könnten und dort zu Autismus führen sollten.

Weder löse die Impfung eine Darmentzündung aus, noch seien derartige Peptide identifiziert worden, fanden die US-Forscher nun heraus. Zudem überforderten Impfungen nicht wie behauptet das Immunsystem und es gebe zudem keine Belege dafür, dass Autismus eine durch das Immunsystem bedingte Krankheit ist.

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