Mariendistel macht Leber und Verdauung fit

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Deutsche Presse-Agentur

Im Garten bietet die Mariendistel einen stattlichen Anblick. Und aus der Heilpflanzenkunde ist sie nicht wegzudenken: Das Gewächs von mindestens einem Meter Höhe mit dem großen purpurfarbenen Blütenkopf gilt als Hauptmittel bei Leberleiden.

Außerdem lindere die Pflanze mit dem lateinischen Namen 'Silybum marianum (L.) Gaertner' in jeder Zubereitungsform Verdauungsbeschwerden, erläutert Johannes Gottfried Mayer von der Forschungsgruppe Klostermedizin der Universität Würzburg.

Bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen sowie bei Leberzirrhose und Fettleber können arzneiliche Zubereitungen der Distelfrüchte die Heilung günstig beeinflussen. Bei alkoholbedingten Leberschädigungen normalisieren sich die Leberwerte schneller. „Und die vorbeugende Einnahme ist noch erfolgversprechender als die Therapie“, fügt Mayer hinzu.

Die therapeutischen Inhaltsstoffe stecken in den harten, weißgrau bis schwarzbraun glänzenden Früchten. Dort befinden sich das Flavonoidgemisch Silymarin, das zellschützende Vitamin E und fettes Öl mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren. „Silymarin schützt die Leber vor Giften, indem die Reparationsmechanismen geschädigter Leberzellen angeregt und die Bildung von neuen Leberzellen aktiviert werden“, erklärt Mayer. Zusammen mit dem Vitamin E fängt es schädigende freie Radikale ab.

Allerdings löst sich Silymarin kaum in Wasser, nur in den konzentrierten Zubereitungen sind die leberregenerierende und leberschützende Wirkung nachgewiesen. Alkoholische Auszüge wirken krampflösend auf den Verdauungstrakt und regen den Gallenfluss an. Für die Mariendistelfrüchte sind laut Mayer keine Gegenanzeigen und unerwünschten Nebenwirkungen bekannt.

Forschergruppe Klostermedizin: www.klostermedizin.de

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