„Maria am Wasser“: Heimkehr eines verlorenen Sohnes

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Schwäbische Zeitung

Hamburg (dpa)- Eine authentische Geschichte der DDR-Zeit über einen in den Elbefluten mit Kindern untergegangenen Panzer wurde zum Ausgangspunkt von Regisseur Thomas Wendrichs Parabel, für die er auch das Drehbuch geschrieben hat.

Im Sommer 1983 in Sachsen fährt ein Panzer mit vier Kindern eines Waisenhauses durch die Elbe. Der Ausflug endet für alle Kinder tödlich, da das Fahrzeug sinkt. Mehr als 20 Jahre später kehrt der Orgelbauer Marcus Lenk (Alexander Beyer) in sein Heimatdorf zurück und behauptet, eines der Kinder zu sein. Aber niemand glaubt an seine Identität. Alle Dorfbewohner halten an ihrer Überzeugung fest, dass Marcus einst bei dem tragischen Unfall ertrunken ist. Doch die kollektive Lüge der Bewohner lässt sich nicht ewig aufrecht erhalten. Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) hat dem Streifen dank des „ungewöhnlichen Sujets“ und „eigenwilligen Autors“ das Prädikat „Wertvoll“ verliehen

(Maria am Wasser, Deutschland 2006, 98 Min., FSK ab 12, von Thomas Wendrich, mit Alexander Beyer, Annika Blendl, Marie Gruber)

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