Manuel Ruess entscheidet „ein typisches 0:0-Spiel“

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Eschachs Michael Eitel (links) gegen Ochsenhausens Konrad Licht.
Eschachs Michael Eitel (links) gegen Ochsenhausens Konrad Licht. (Foto: Christian Metz)
Schwäbische Zeitung
Christian Metz

Perfekter Start für den TSV Eschach ins neue Fußballjahr: Ein platzierter Volleyschuss von Zauberfuß Manuel Ruess bescherte den Eschachern einen 1:0-Sieg gegen den SV Ochsenhausen.

In einem Spiel, das höchstens Landesliga-Mittelmaß bot, war kaum ein Unterschied zwischen den beiden Teams zu sehen: Ochsenhausen hatte etwas mehr Ballbesitz und vor allem in Halbzeit eins den flüssigeren Spielaufbau, aber Eschach konnte sich einen Tick mehr Torchancen erarbeiten.

Die erste war gleich die beste des gesamten Spiels: Als sich SVO-Verteidiger Andreas Flontas in der 16. Minute verschätzte, war Tobias Weiß links durch und legte von der Grundlinie überlegt zurück, aber Patrick Kapellen brachte im Zentrum den Ball aus sechs Metern Torentfernung nicht an Aumann vorbei. Die Partie bot in Halbzeit eins nur noch einen Aufreger: In der 30. Minute ging Eschachs Benedikt Böning nach einem Rempler von Ochsenhausens Kapitän Andreas Ludwig im Strafraum zu Boden – für Schiedsrichter John Bender aber nicht genug für einen Elfmeter. Ansonsten neutralisierten sich die Teams gegenseitig – beide standen hinten sicher und scheuten nach vorne das ganz große Risiko.

Das änderte sich auch zu Beginn der zweiten Halbzeit zunächst nicht. Eschachs Trainer Stefan Krause brachte für Rechtsaußen Thomas Reutlinger und den gesundheitlich angeschlagenen Benedikt Böning frische Kräfte – wohl dem, der mit Flügelflitzer Jürgen Locher und Elf-Tore-Mann Michael Fäßler nachlegen kann. Die beiden brachten Belebung ins Eschacher Spiel. Tobias Weiß verpatzte in der 56. Minute nach einem 50-Meter-Sprint noch das Zuspiel in die Mitte, in der 66. legte er dann aber genau richtig für Manuel Ruess zu dessen 1:0 ab. Ochsenhausen stemmte sich in der Schlussphase gegen die Niederlage. Denzel hatte in der 78. Minute eine weitere Chance, als er einen lang an den zweiten Pfosten getretenen Freistoß knapp mit dem Kopf verpasste.

Zwei Siege, Spiele ohne Gegentor – besser konnte der Start von Eschachs neuem Trainerteam nicht ausfallen. Der TSV ist auf einen Nichtabstiegsplatz gesprungen. „Das bringt uns in eine gute Ausgangsposition für die Nachholspiele“, ist Coach Stefan Krause zufrieden. „Der Druck liegt jetzt bei den anderen.“

Des einen Freud ist des anderen Leid: Der SV Ochsenhausen konnte punktemäßig nicht an das überraschende 1:1 gegen Tabellenführer Laupheim anknüpfen. „Bei uns haben fünf Spieler gefehlt“, führte Spielertrainer Oliver Wild als Grund dafür an, dass sich sein Team in Eschach kaum Torchancen erarbeiten konnte. Gleichzeitig sah er den Gegner nicht wirklich im Vorteil: „Das war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel.“

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