Manege frei für die Narren

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Ortsrumsteher Joachim Wohnhas (Zweiter von links) feiert.
Ortsrumsteher Joachim Wohnhas (Zweiter von links) feiert. (Foto: diakonie)
Schwäbische Zeitung

Die Pfingstweider „Guck a Musik“ und Moderator Christian Jäger haben am Bromigen Freitag ab 13.11 Uhr vor der Halle eingeheizt. Die offensichtlich erleichterten Vorstände, Lars Kehling und Dirk Mußmann, ließen sich von den Narren abführen. Das teilt die Diakonie Pfingstweid in einer Pressemitteilung mit. Wenige Minuten später stand dann auch der Narrenbaum, begleitet mit einem kräftigen „Pfingsti ahoi!“.

Unter dem Motto „Pfingsti im Zirkus“ sprangen rund 20 Narrenzünfte aus der Nachbarschaft und bis nach Bad Waldsee ein. Bei Die Moderatoren Christian Jäger und Miriam Nitz begrüßten als erstes die abgesetzten Vorstände auf der Bühne. Dirk Mußmann zauberte gekonnt ein Karnickel aus dem Hut, welches sich als sein Kollege Lars Kehling herausstellte. Die gräfliche Narrenschaft zu Tettnang führte den Reigen der Narrenzünfte an. „Aufgemerkt“, schallte es in den Saal, die Pfingstweider mussten erst mal lernen, was es darauf zu antworten galt: „d’Gräfin kommt“, was den geübten Festlesfeiernden selbstverständlich sofort gelang. Die Kauer Waldteufel brachten den abgesetzten Ortsvorsteher Joachim Wohnhas mit, heißt es in der Mitteilung. Hofmarschall und Narrenmutter feiern mit der „Chaos und Promille“-Band und klatschten zum Tanz der Jugend. Eine Zugabe musste sein. „Kau Kau – Oho“. Die Schussenbole aus Kehlen gaben diesmal Popcorn aus. Gickeler, Hopfensau, Hopfennarren, Rote Spinnen, Gätterlet – die Narrenfiguren der Narrenzunft Tettnang stürmten die Bühne. Zunftmeister Michael Pfau freute sich über ein Geburtstagslied – live gesungen vom Saalpublikum. „So viele Geburtstagsständchen wie dieses Jahr habe ich noch nie bekommen“, sagte er.

„D’Welle kommet –Dugget euch“, im wahrsten Sinne – Häfler Bodenseenarren und Schalmeien brachten Stimmung in die Halle. Gleich weiter ging es mit einer Polonaise durch die Halle. Wasenmoosgeister aus Höll tantzen mit. Peter Schilling tönte vom Band. „Völlig losgelöst von der Erde, schwebt das Raumschiff …“ Kein Raumschiff schwebte ein – nein besser, die Mädels vom Zunftballett Brochenzell erfreuten auf der Bühne. Fetzig in Pink und natürlich mussten Zugaben sein. Im Anschluss daran, tauchten die Schussenteufel aus Meckenbeuren auf: „Schussateufel – Auga zua.“ Elf Jahre gib es die Zunft jetzt schon, heißt es in der Mitteilung.

Bevor der Fanfarenzug Graf Anton einmarschierte, schunkelten die Narren noch einmal. Die Musiker heizten kräftig ein. „Habt ihr überhaupt noch Luft“, fragte Moderator Christian. Die Streibemahder aus Eriskirch brachten Nane und Näne mit, „Iris-Blau“, tönte es allerhalben. Zum zweiten Mal waren die Weibelhäxxa aus Gattnau dabei, „Nauf d’Buckel – Nab d’Buckel“, tönte der Narrenruf. Die Schalmeien aus Fischbach machten die Bühne frei für den Fanfarenzug Montfort, der zusammen mit den Feuerhexen aus Tettnang den Saal stürmte. „Montfort-Jehu/Dettlang-Dolang“. Der große Fan Rainer Göggel durfte ein Stück dirigieren.

Die Zirkus AG der Pfingstweid erstaunte und begeisterte. Eigentlich war die Stimmung nicht mehr zu toppen, doch dann kamen die Lottenweiler Füchse und heizten mit der Lumpenkapelle Fötzlesbrass gewaltig ein. „Ihr seid der Wahnsinn“, sagte Moderator Christian nach dem Lied „Amadeus“ und ein kräftiges „Narri-Narro“ hallte allerweilen. Die Brunnisach-Hexen aus Fischbach tanzten vor der Bühne „Los a mol – Wa witt“.

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