„Maßlosigkeiten“ im Kreuzgang

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 Pressekonferenz pünktlich zum Vorverkaufsstart der Kreuzgangspiele mit (von links) Bürgermeister Patrick Ruh, Intendant Johanne
Pressekonferenz pünktlich zum Vorverkaufsstart der Kreuzgangspiele mit (von links) Bürgermeister Patrick Ruh, Intendant Johannes Kaetzler und Maria Wüstenhagen. (Foto: Peter Tippl)
Peter Tippl

Infos und Kartenvorbestellungen: Telefon 09852 / 904-44oder www.kreuzgangspiele.de

„Maßlosigkeiten“ stehen bei der kommenden Spielzeit der Kreuzgangspiele Feuchtwangen im Mittelpunkt – maßlos bedient sich der blutsaugende Graf Dracula aus Transsilvanien, ein maßloses Wagnis geht Helena bei ihrem Heiratswunsch zu einem jungen Adligen bei William Shakespeares „Ende gut, alles gut“ ein und als Kinderstück gibt es bei „Das Sams – eine Woche voller Samstage“ maßlos Wunschpunkte im Kreuzgang-Geviert zu verteilen.

Jetzt haben Bürgermeister Patrick Ruh, Intendant Johannes Kaetzler und Dramaturgin Maria Wüstenhagen den neuen Spielplan vorgestellt. Ein Qualitätsprodukt in der Theaterlandschaft seien die Kreuzgangspiele geworden, sagte Ruh, der einen Mehrwert für die gesamte Region und Stadt sehe. Die Identifizierung mit „unseren Kreuzgangspielen“ spüre er in der Stadt allenthalben. Und mit der exzellenten Auswahl der Stücke sei dem Intendanten die „Quadratur des Kreises“ gelungen. Honoriert werde dies durch über 50 000 Besucher, eine Rekordspielzeit in der vergangenen Saison.

Kreuzgangteam kein Einzelkämpfer

Kaetzler lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Im Gegensatz zu Dracula (Premiere 11. Juni) sei das Kreuzgangteam kein Einzelkämpfer, dieser Zusammenhalt mache stark. Bram Stoker hat den Text im viktorianischen England geschrieben. Was Kaetzler fasziniert, sei der Gegensatz des hereinbrechenden Grauens in eine geordnete Welt.

Das Waisenkind Helena begehrt in „Ende gut, alles gut“ (Premiere 18. Juni) den jungen Adligen ihrer Pflegefamilie und kann sich mit charmanter Hartnäckigkeit die Heirat erzwingen. Angelehnt an die „Widerspenstige Zähmung“ wird dieser Shakespeare-Stoff für beste Unterhaltung sorgen.

Mit Paul Maars „Das Sams“ (Premiere 10. Mai) kommt ein Klassiker in den Kreuzgang, inszeniert von Lennart Matthiesen, der bereits den „Hotzenplotz“ erfolgreich umgesetzt hat. Die Erzählung vom kindähnlichen Wesen mit Rüsselnase, blauen Punkten und feuerroten Haaren werde die Kinder begeistern.

Die Farben sammelnde Maus Frederick

Nach der Fertigstellung des Nixel-Gartens als Spielstätte wird dort die Geschichte der Farben sammelnden Maus „Frederick“ von Leo Lionni gespielt und für junge Erwachsene „Die Räuber“ von Friedrich Schiller mit einer jungen Schauspielgruppe.

Kreuzgangspiele Extra erläuterte Dramaturgin Maria Wüstenhagen, denn sie wird „Carmilla, der weibliche Vampir“ in einer Lesung im Nixel-Garten am Samstag, 25. Juli, vorstellen. Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“ wird in der Stadthalle Kasten präsentiert, Franz Josef Strohmeier und Maria Hafner werden zu „Kraftbayerisches aus der Bauern-Erotik“ im Fränkischen Museum am Freitag, 24. Januar, hinführen, der bayerische Kabarettist Georg Ringsgwandl kommt zum Konzert in den Kreuzgang am Montag, 20. Juli, und drei Termine werden im Nixel-Garten zu Werken des Horror-autors H. P. Lovecraft angeboten.

Kreuzgang Klassik wartet mit einem Konzert am Freitag, 3. Juli, mit Christiane Karg (Sopran) und Malcolm Martineau (Klavier) auf. Theaterspaziergang am 20. Mai und die Mitternachtsrevue (17. Juli) runden das ansprechende Programm ab.

Infos und Kartenvorbestellungen: Telefon 09852 / 904-44oder www.kreuzgangspiele.de

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