Liebherr verdoppelt Produktionsfläche

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Das neue Werk von Liebherr-Components für die Montage von Hydraulikzylindern in Oberopfingen. Auf 13 Hektar sind zwei neue Werk
Das neue Werk von Liebherr-Components für die Montage von Hydraulikzylindern in Oberopfingen. Auf 13 Hektar sind zwei neue Werkshallen und ein Verwaltungsgebäude entstanden. (Foto: Liebherr)
Schwäbische Zeitung

Die Liebherr-Components Kirchdorf GmbH hat am Freitag ihr neues Produktionswerk für die Montage von Hydraulikzylindern in Oberopfingen offiziell eingeweiht. Mit dem Neubau verdoppelt Liebherr nach eigenen Angaben die Produktionsfläche für Hydraulikzylinder, Dämpfer und Systemlösungen. Auf einer Gesamtfläche von 13 Hektar sind zwei neue Werkshallen mit einer Fläche von 23 000 Quadratmeter für Logistik, Montage, Prüfung und Lackierung von Hydraulikzylindern sowie ein Verwaltungsgebäude entstanden. Das Investitionsvolumen für das Großprojekt beläuft sich auf rund 60 Millionen Euro.

Die zugehörige mechanische Fertigung bleibt vorerst am angestammten Produktionsort in Kirchdorf. Bis Mitte 2018 wird der Umzug der Mitarbeiter aus den genannten Bereichen vollzogen. Rund 250 Mitarbeiter der insgesamt 450-köpfigen Belegschaft ziehen in den Neubau. Jan Liebherr, Mitglied des Verwaltungsrats der Liebherr-International AG und Enkel des Firmengründers Hans Liebherr, betonte bei der Einweihung, dass sich die Firma seit jeher in Oberopfingen in unmittelbarer Nähe zu Kirchdorf heimisch fühle. Seit 1958, so Jan Liebherr, werden in Kirchdorf Hydraulikzylinder entwickelt und hergestellt. „Es freut mich, diese Erfolgsgeschichte mit dem heutigen Tag in der Heimatregion meines Großvaters fortzuschreiben.“

Paul Ibach, kaufmännischer Geschäftsführer der Liebherr-Components Kirchdorf GmbH, erklärte den mehreren hundert geladenen Gästen, dass die mechanische Fertigung vorerst in Kirchdorf bleibe. Mittelfristig sei aber geplant, die gesamt Hydraulikzylinder-Produktion am Standort Oberopfingen zusammenzuführen. Mit dem Neubau habe das Unternehmen außerdem einen „wichtigen Schritt“ in Richtung Digitalisierung gemacht. Auf 23 000 Quadratmeter könnten nun „problemlos“ Zylinder mit einem Gesamtgewicht von bis zu 32 Tonnen und einer Länge von zwölf Meter produziert werden.

„Ohne Liebherr nicht vorstellbar“

Als „den Stolz Oberschwabens und somit auch den Stolz unserer Gemeinde Kirchdorf“ bezeichnete Kirchdorfs Bürgermeister Rainer Langenbacher in seiner Rede die Firma Liebherr. Der heutige Tag sei ein Datum, an dem ein neues Kapitel in der Firmen- und in der Ortsgeschichte aufgeschlagen werde. „Kirchdorf wäre ohne Liebherr heute nicht mehr vorstellbar“, sagte Langenbacher und ergänzte, dass der neue Standort in Oberopfingen die Größe eines Teilorts habe. Wenn er gefragt werde, wie viele Ortsteile Kirchdorf habe, sage er vier: Kirchdorf, Unteropfingen, Oberopringen und St. Vitus – das Areal, wo das neue Liebherr-Produktionswerk steht.

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