Leistungsschau soll besser als andere Messen werden

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Sebastian Braun ist Mit-Organisator der Leistungsschau, die im September in der Stadthalle stattfindet.
Sebastian Braun ist Mit-Organisator der Leistungsschau, die im September in der Stadthalle stattfindet. (Foto: Sm)
Schwäbische Zeitung

Auch wenn die Leistungsschau in der Stadthalle erst im September stattfinden wird – die Vorbereitungen dafür laufen jedenfalls bereits auf Hochtouren. Redakteur Matthias Jansen hat sich mit Mit-Organisator Sebastian Braun darüber unterhalten, was die Besucher in diesem Jahr erwartet, was besser gemacht werden kann und was den Menschen eine Messe überhaupt bringt.

Guten Tag, Herr Braun. Die Leistungsschau findet am Wochenende 21./22. September in Tuttlingen statt. Wie ist der Stand der Planungen?

Wir sind guten Mutes, dass wir die Leistungsschau attraktiv gefüllt bekommen haben. Der eine oder andere Anbieter könnte noch dazu kommen, aber wir werden mit attraktiven Themen an den Start gehen. Aus Platzgründen haben wir die Zahl der Autohäuser reduziert. Dafür sind wir beim Handwerk gut aufgestellt. Es sind ja nur regionale Betriebe zugelassen, das schränkt bei der Anzahl natürlich etwas ein.

Sie sprechen über moderne Themen. Was ist darunter zu verstehen?

Ein Beispiel ist Smarthome, dass man mit einer App elektrische Geräte im Haus steuern kann. Oder umweltfreundliches Sanieren wie den Einbau einer Brennstoffheizung. Ein großes Thema ist auch die Solarenergie und die Speichertechnik, die hängt ja auch mit der E-Mobilität zusammen und kann das Fahren mit dem Elektro-Fahrrad oder dem E-Auto noch günstiger machen. Ein Schwerpunkt der Leistungsschau ist in diesem Jahr das Sonderthema E-Mobiltage. Es wird aber auch das fugenlose Bad vorgestellt. Dann benötigt man für das Reinigen weniger Putzmittel. Mit diesen Themen können sich unsere regionalen Handwerker von der breiten Masse abgrenzen.

Das Angebot bei den Autos wird reduziert. Wie viele Aussteller werden in Tuttlingen vor Ort sein? Kommen Sie mit dem Platz in der Stadthalle aus?

Im vergangenen Jahr waren es über 70 Aussteller. Dieses Mal kommen wir auf mehr als 60 Teilnehmer. Das ist jetzt nicht so attraktiv zum Schreiben. Aber durch die geringere Anzahl haben wir den Ablauf der Messe optimiert. Es wird einen tollen Messerundgang geben. Der große Saal ist ausgebucht aber wir haben ja die komplette Stadthalle gemietet so dass auch jetzt noch Platz für interessierte Aussteller vorhanden ist.

Messen, wie die Leistungsschau oder die Südwest-Messe, werden von den Besuchern gut angenommen.

Das stimmt. Es gibt große Messen wie zum Beispiel die Haus und Bau, oder die Südwestmesse beziehungsweise kleinere wie die Leistungsschauen in einzelnen Orten. Wir sind genau in der Mitte und bewusst auf den Landkreis Tuttlingen ausgerichtet. Das ist der Sinn unserer Messe. Die Südwest-Messe ist für viele Betriebe aus unserer Region zu groß und zu teuer. Da streitet sich der Fensterbauer mit einem industriellen Anbieter und kommt bei den Kunden wahrscheinlich nicht zum Zug. Bei uns sind die Großanbieter welche nicht aus dem Landkreis kommen gar nicht zugelassen. Das Gleiche gilt für die kleineren Messen vor Ort. Da kennt jeder den Anbieter, dennoch bekommt er wahrscheinlich nicht die große Zahl an Aufträgen.

Welchen Nutzen haben denn die Verbraucher von solchen Messen?

Die Besucher können sich bewusst ihren Handwerker oder Dienstleister heraussuchen. Passt dieser zu mir oder nicht? Das geht im anonymen Internet nicht. Auf der Messe lernen sich Kunde und Betrieb kennen. Dieser Trend wird sich noch stärker durchsetzen. Es wird weniger die blinde Ansprache durch Post und Telefon geben. Über die Sonderveröffentlichung der Schwäbischen Zeitung (Samstag, 14. September/Anm. d. Red.) und im Südfinder (Mittwoch, 18. September) informieren wir alle Leser und Besucher vorab. Die Leute sagen sich dann, ich warte die Messe ab, bevor ich jetzt schon einen Auftrag vergebe.

Was können Sie von großen Veranstaltungen wie der Südwest-Messe lernen?

Lernen? Das ist gefährlich. Die Südwest-Messe hat einen ganz anderen Hintergrund als wir, einen ganz anderen Charakter. Ich war selbst auch in Schwenningen und es war schon unangenehm, wie man von manchen Anbietern angesprochen wurde. Teilweise wird man sogar regelrecht bedrängt. Ich empfehle unseren Anbietern, einen guten Stand zu machen, innovative Produkte vorzustellen und die Menschen nicht mit dem Vorschlaghammer zu bedrängen. Ich möchte zum Beispiel nicht, dass wir in Tuttlingen Marktschreier an den Ständen haben. In diesem Punkt können wir lernen. Die Leistungsschau will aber weiter innovativ und smart sein.

Welches Rahmenprogramm bieten Sie an?

Samstag ist ein reiner Ausstellungstag. Tagsdrauf gibt es ein Frühschoppenkonzert mit der Emminger Trachtenkapelle. Vor Beginn der Leistungsschau wird es eine große Aussteller-, und Messeparty mit Live Musik geben. Das ist eine gute Netzwerkveranstaltung wo auch die Anbieter miteinander sprechen.

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