Leider ein Leuchtturm

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Leider ein Leuchtturm
Leider ein Leuchtturm
Schwäbische Zeitung
Redaktionsleiter

Wie kann man nicht für das St. Anna-Projekt sein? Da entsteht etwas Gutes, an dem auch die Schwächeren teilhaben werden. Wo geringer Verdienende eine Heimat finden können. Da entsteht ein Leuchtturm. Punkt.

Aber warum muss ein Projekt wie St. Anna ein Leuchtturm sein? Leuchtturm heißt auch immer, dass etwas heraussticht, dass etwas ganz Besonderes entsteht, das es sonst nicht oder selten gibt. Es ist schade, dass St. Anna ein Leuchtturm sein muss.

Es entsteht Gutes, aber es darf gern mehr Gutes entstehen. Das zeigt schon die Zahl der Bewerbungen für die Wohnungen. St. Anna ist eine Verpflichtung, die über die Beteiligung der Genossenschaften, der Kirche und der Stiftung Liebenau hinaus reicht. Hier muss die Stadt angesichts des Bevölkerungszuwachses auch bei anderen Projekten – etwa mit Hilfe des geforderten Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum – gute Bedingungen für Einkommensschwächere schaffen. Das muss Teil aktiver Gemeinwesenentwicklung sein.

Bei St. Anna hat das mit Zutun des Rates und der Verwaltung geklappt. Aber das darf nur ein Anfang sein. Damit ein Projekt wie dieses irgendwann kein Leuchtturm mehr sein muss.

m.hildebrandt@schwaebische.de

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