Leidenschaft: Michael Schick hat ein Faible für Tomaten

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Miachael Schick
Miachael Schick (Foto: Markiewicz)
Schwäbische Zeitung
Agathe Markiewicz

Begonnen hat alles vor etwa 20 Jahren. Damals ist Michael Schick von der Sammelleidenschaft infiziert worden, wie der Gärtner sagt. Der Bronner sammelt aber nicht Briefmarken oder Modellautos, nein, das Herz des 49-Jährigen schlägt für Tomaten.

Auf den 2200 Quadratmetern in seinem Garten, am Haus und im Gewächshaus finden mittlerweile knapp 350 Sorten Platz. Sie wachsen – immer überdacht – in kleinen und großen Töpfen oder wild. „Die Tomaten sind empfindlich“, sagt Schick. „Wenn sie zu nass werden, fangen sie an zu faulen und dann kommt der Pilz.“ Um dem entgegenzuwirken, achtet der Gärtner darauf, dass die Nachtschattengewächse nicht direktem Regen ausgesetzt sind und so stehen, dass das Wasser abfließen kann.

Doch wie kommt man dazu, 350 Sorten Tomaten zu säen, zu hegen und zu pflegen? „Mit geht es um die Erhaltung der Sorten“, erklärt der 49-Jährige. „Vor etwa 30 Jahren gab es noch schätzungsweise 50 000 unterschiedliche Tomatensorten, mittlerweile sind es nur noch geschätzte 10 000.“

Doch nicht nur die Erhaltung der Sorten spielt eine Rolle: „Geschmacklich ist die Tomate nicht zu übertreffen“, sagt Michael Schick und beißt in eine „Kumato“, seine momentane Lieblingstomate. Doch auch die „Green Velvet“ gehöre zu seinen Favoriten. „Eine reife Tomate schmeckt einfach genial“, sagt der Gärtner. Dabei gebe es für jeden Geschmack etwas: feste oder mehlige, süße oder kräftige, rote, grüne, gelbe oder weiße. Sie tragen Namen wie „Miches Beauty“, „Early Sibirian“ und „Feuerwerk“.

In dem wilden Garten finden jedoch nicht nur Tomaten ihren Platz, auch Gemüse baut der Gärtner an und Obst, eine Vielzahl an Kräutern gibt es und essbare Blüten. Schier unzählige Blumen zieren das Gelände. Dazwischen findet sich ein kleiner Teich. Unkraut gibt es für Michael Schick nicht. „Mir sind die wild wachsenden Pflanzen wichtig, deshalb mähe ich nur so viel, dass man durchlaufen kann“, sagt er. „Denn durch den wilden Wuchs haben die Vögel genügend Futter.“

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