Lebenszeichen von entführter Deutscher in Mali

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Deutsche Presse-Agentur

Das Gesicht der Frau, die ein Kopftuch trägt, wurde jedoch verfremdet. Die Fotos zeigen auch vier andere mutmaßliche Geiseln. Dabei könnte es sich um das mitentführte Ehepaar aus der Schweiz, einen Briten und den afrikanischen Fahrer der Touristen handeln.

Die deutschen Behörden hielten sich mit einer Beurteilung der Fotos zurück. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte, die Bilder würden „sorgfältig ausgewertet und analysiert“. Der Krisenstab des Außenministeriums bemühe sich weiterhin mit Hochdruck um die Freilassung. Über die Forderungen der Geiselnehmer wurde noch nichts bekannt. Die Fotos wurden auf einer Seite ins Internet gestellt, auf der häufig Terrorpropaganda zu finden ist.

Die Europäer waren am 22. Januar bei der Rückfahrt von einem Tuareg-Kulturfest in Mali verschleppt worden. Am Mittwoch bekannte sich dazu der nordafrikanische Arm der Terrorgruppe El Kaida. Dazu wurde dem arabischen Sender Al Dschasira eine entsprechende Audio-Botschaft zugespielt. Bei der Deutschen handelt es sich um eine pensionierte Lehrerin aus der Nähe von Darmstadt.

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