Lawinengefahr: Gefahrenhänge in jedem Fall meiden

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Deutsche Presse-Agentur

Wegen der erheblichen Lawinengefahr in den Alpen sollten Ski- und Snowboardfahrer die Lawinenlageberichte gründlich lesen - und die Ratschläge unbedingt befolgen.

So heißt es im aktuellen Bericht vom Lawinenwarndienst Bayern in München (Stand 16. Februar) beispielsweise, dass Gefahrenstellen vor allem im „Steilgelände vorwiegend der Hangrichtungen Nordwest über Nord bis Südost“ liegen sowie in Rinnen und Mulden aller Hangrichtungen. „Die im Bericht genannten Hänge und Gefahrenstellen sollte man unbedingt meiden“, sagte Georg Kronthaler vom Lawinenwarndienst.

Am vergangenen Wochenende waren bei Lawinenabgängen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mindestens vier Wintersportler ums Leben gekommen. Wer sich nicht sehr gut mit Lawinen auskennt, bleibt daher besser auf der Piste. Denn ob ein Hang gefährlich ist oder nicht, lasse sich von Laien nur schwer abschätzen. „Ab 30 Grad Steigung kann eine Schneebrettlawine ausgelöst werden“, erklärte Kronthaler. „Das ist ja noch nicht sehr steil.“

Wer in einen Hang abseits der Piste gefahren ist, es doch mit der Angst zu tun bekommt und deshalb möglichst schnell und in gerader Linie abfahren will, sollte aufpassen. „Dabei wird man sehr schnell und damit steigt die Gefahr, zu stürzen“, sagte Kronthaler. Die Zusatzbelastung des Sturzes könne erst recht eine Lawine auslösen.

Bekommen Skifahrer auf der Piste mit, dass sich in der Nähe eine Lawine gelöst hat, sollte einer sofort die Pistenwacht rufen oder die Notrufnummer 112 wählen, um die Lawine zu melden. Ein anderer sollte - wenn das gefahrlos möglich ist - zur Unglücksstelle fahren und gucken, ob er dort eine verschüttete Person sieht und ihr helfen, sagte der Lawinen-Experte.

Informationen: www.lawinenwarndienst-bayern.de

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