Lautlos und unauffällig

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Lautlos und unauffällig
Lautlos und unauffällig (Foto: Christel Voith)
Schwäbische Zeitung

Name: Helmut Voith

Alter: 76

Aufgabe: Freier Mitarbeiter seit 1976

Mit 14 Jahren hatte ich mein erstes Foto in der Wochenendbeilage der Mittelbayerischen Zeitung Regensburg: die Ruine Flossenbürg, aufgenommen mit 6x9-Plattenkamera. Eigentlich für einen Fotowettbewerb, an dem sich mein Gymnasium in Schwandorf beteiligte, doch der Termin war verpasst. Aber seitdem durfte ich Fotos für die drei Lokalausgaben liefern – Schreiben ging nicht, da diese Stellen besetzt waren. Im Fach Kunst durfte ich beim Abitur eine Fotoserie liefern und hatte frei, während die anderen ihr Bild malten. Bei Herbstaufnahmen entdeckte ich einen Großbrand und war so eifrig, dass die Feuerwehr mich aus dem brennenden Haus verwiesen hat – auf die Superbilder bin ich heute noch stolz. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte im Hauptfach, nebenbei auch Theaterwissenschaft, in Tübingen und München unterrichtete ich an Gymnasien in Schwenningen und Tettnang. Um als junger Lehrer auch mit Erwachsenen ins Gespräch zu kommen, bot ich der Volkshochschule Friedrichshafen literarische Themen an, VHS-Leiter Hans Eder wünschte sich Theatereinführungsvorträge. Als einmal der Rezensent ausfiel, sollte ich einspringen – mein erster Beitrag für die SZ Friedrichshafen im September 1976. Das bedeutete damals noch, abends nach der Vorstellung erst den Film zu entwickeln, dann den Text zu schreiben und beides in der Früh vor dem Unterricht in der Redaktion einwerfen. Schon mit dem Faxgerät ist es bequemer geworden, heute mit E-Mail erst recht. Viele tolle Menschen habe ich in all den Jahren getroffen und viele Beziehungen geknüpft. Fotografieren und Schreiben faszinieren mich wie am ersten Tag.

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