Langsamere Hausarbeit nach Unfall: Kein Schadenersatz

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Deutsche Presse-Agentur

Wenn ein Unfallopfer nach dem Vorfall seine Hausarbeit nur noch wesentlich langsamer erledigen kann, hat es dennoch keinen Anspruch auf Schadenersatz. Das entschied das Saarländische Oberlandesgericht (OLG) in Saarbrücken in einem Urteil.

Eine Schadenersatzpflicht des Unfallverursachers bestehe nur dann, wenn bestimmte Aufgaben überhaupt nicht mehr erledigt werden könnten. Denn nur dann sei ein sogenannter Haushaltsführungsschaden eingetreten (Az:: 4 U 454/07-154).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Berufung einer Studentin weitgehend zurück. Die Klägerin hatte sich dagegen gewandt, dass das Landgericht Saarbrücken ihr nach einem Unfall keinen „Haushaltsführungsschaden“ zugebilligt hatte. Nachdem sie von einem Fahrzeug angefahren worden war, benötige sie für die Reinigung ihres Appartements und die übrigen Arbeiten deutlich mehr Zeit. Das müsse bei der Berechnung des Schadenersatzes berücksichtigt werden.

Das OLG sah dies anders. Ein Schadenersatzanspruch bestehe nicht, wenn alle in einem überschaubaren Haushalt anfallenden Arbeiten weiterhin erledigt werden könnten, dafür aber lediglich mehr Zeit benötigt werde.

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