Landtagsabgeordnete macht sich für Luftfilter in Klassenräumen stark

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 Mehrere Unternehmen haben seit Beginn der Corona-Pandemie mobile Luftfilteranlagen gegen Viren entwickelt.
Mehrere Unternehmen haben seit Beginn der Corona-Pandemie mobile Luftfilteranlagen gegen Viren entwickelt. (Foto: Wolf GmbH/dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Landtagsabgeordnete Petra Krebs von Bündnis 90/Grüne macht sich für den Einbau von mobilen Innenraumfiltern in Schulräumen stark, die nur schlecht oder ungenügend gelüftet werden können, teilt sie in einer entsprechenden Pressemitteilung mit. Petra Krebs spreche sich demnach dafür aus, dass das Land die Schulträger bei der Finanzierung unterstützen werde.

Krebs betont: „Wir dürfen nichts unversucht lassen, die Ansteckungsgefahr in unseren Schulen zu verringern. Es geht um die Gesundheit unserer Kinder und um die Gesundheit unserer Lehrerinnen und Lehrer.“ Zu den wirksamsten Methoden, potenziell virushaltige Aerosole aus Innenräumen zu entfernen, zähle eine möglichst hohe Frischluftzufuhr, so die Landtagsabgeordnete. Sie könne am besten durch ordentliches Lüften erreicht werden. „Technische Möglichkeiten wie mobile Luftreiniger, die Viren aus der Luft filtern, können ergänzend zum Einsatz kommen“, fordert Petra Krebs. Dies gelte insbesondere dort, wo keine konstant gute Durchlüftung sichergestellt werden könne.

Petra Krebs sehe sich durch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse bestärkt. Danach könnten mobile Innenraumfilter neben Abstand, Hygiene, Mund-Nasen-Maske und Lüften ein wirkungsvoller Baustein in einem Gesamtkonzept zur Risikominderung stellen und eine Partikelkonzentration im Innenraum auf einem niedrigen Niveau halten. Insbesondere in Zeiten, in denen Räume schlecht oder nicht belüftet werden können.

Petra Krebs schlägt deshalb vor, heißt es in der Mitteilung, die Schulbauförderrichtlinie zügig anzupassen, um die kommunalen Schulträger bei der Beschaffung von Filtergeräten finanziell zu unterstützen. Einen Brief mit der entsprechenden Forderung habe die Fraktion der Grünen laut Petra Krebs bereits an Kultus- und Finanzministerin gesandt.

Krebs weist zudem auf weitere Fördertöpfe hin, die zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie zur Verfügung stehen. „Wir sind aufgeschlossen, alle Spielräume zu nutzen.“ Petra Krebs appelliert an die Kommunen: „Es ist unser gemeinsames Interesse, unsere Schulen so lange wie möglich offen zu halten. Dafür sollten wir alle Möglichkeiten nutzen – auch Luftfilteranlagen. Denn es geht um nicht weniger als Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit.“

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