Landkreis will „Fair-Trade-Landkreis“ werden

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Sybille Glatz

Der Landkreis Ravensburg strebt den Titel „Fair-Trade-Landkreis“ an. Das hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung in Obereschach mehrheitlich beschlossen. Damit wird der Kreis Teil der Kampagne des Vereins „TransFair“. Der Verein setzt sich für fairen Handel, englisch „fair trade“ ein. Laut Landratsamt unterstützt „TransFair“ seit über 20 Jahren benachteiligte Kleinbauern und Plantagenarbeiter in Entwicklungsländern, damit sie die Armut aus eigener Kraft überwinden und ihre Stellung stärken können.

„TransFair“ gibt die Kriterien vor, die der Kreis erfüllen muss, um den Titel „Fair-Trade-Landkreis“ zu bekommen. Dazu gehört, dass bei Ausschuss-Sitzungen im Landratsamt und im Büro des Landrats künftig fair gehandelter Kaffee, Tee und Zucker angeboten wird. Zudem muss der Kreis nachweisen, dass 39 Geschäfte und 20 Gastronomie-Betriebe im Kreis mindestens zwei Produkte aus fairem Handel anbieten und zwei Schulen, zwei Kirchengemeinden und zwei Vereine fair gehandelte Produkte verwenden. Die Edith-Stein-Schule, die Grund- und Werkrealschule am St. Konrad in Ravensburg und das berufliche Schulzentrum in Wangen sind schon als „Fair-Trade-Schools“ zertifiziert. Unter den Kommunen führen bereits Amtzell, Bad Waldsee, Ravensburg und Wangen den Titel „Fair-Trade-Town“.

Sobald der Kreis alle geforderten Kriterien erfüllt, kann er sich kostenlos um die Auszeichnung bewerben. Wenn die Prüfung positiv ausfällt, erhält er den Titel „Fair-Trade-Landkreis“, der zwei Jahre lang gilt. Die Kreisverwaltung geht davon aus, dass es mindestens ein Jahr dauert, um die Kriterien zu erfüllen und zertifiziert zu werden.

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