Löw und Rummenigge stärken formschwachen Klose

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Deutsche Presse-Agentur

Miroslav Klose darf sich trotz seiner anhaltenden Formkrise in der Fußball-Nationalmannschaft und beim FC Bayern München noch immer als Stammkraft fühlen, allerdings erwarten die Verantwortlichen von dem Angreifer möglichst rasch eine klare Leistungssteigerung.

„Wir alle glauben an ihn“, bekräftigte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Fachblatt „kicker“ und ergänzte: „Wir schützen unseren Spieler. Miro weiß, dass er sich auf uns verlassen kann.“ Allerdings erklärte Rummenigge auch deutlich: „Miro muss natürlich besser spielen, da sind wir uns alle einig. Er muss die Dinge auf dem Platz beweisen und sich reinhauen.“

Der 30-jährige Klose läuft seit Beginn dieses Jahres seiner Form hinterher, sein letzter Bundesliga-Treffer für die Bayern datiert vom 1. März beim 1:0-Auswärtssieg gegen den FC Schalke. Auch Joachim Löw steht weiter zu Klose: „Ich sehe, dass ihm einige Prozent fehlen. Aber wenn er wieder die weiten Wege gehen kann, wird er treffen und als Vorbereiter glänzen“, sagte der Bundestrainer der „Bild“-Zeitung. Allerdings müsse Klose das „bald schaffen und nicht erst in weiter Ferne“, schloss der 48-Jährige an.

Er habe vor dem Länderspiel gegen Belgien (2:0) länger mit dem Stürmer gesprochen, berichtete Löw, der Kloses derzeitige Probleme vor allem körperlich begründet sieht. Hier müsse er wieder auf ein hohes Niveau. „Ich glaube an Miro Klose. Doch ich erwarte von ihm eine Leistungssteigerung, er muss jetzt mal explodieren“, betonte der Bundestrainer mit Hinweis auf die nachdrängenden Spieler im DFB-Team wie den Stuttgarter Mario Gomez oder den Leverkusener Patrick Helmes.

Noch sieht Löw keine Gründe, um Klose für die beginnende WM-Qualifikation am 6. September in Liechtenstein und vier Tage später in Finnland eine Länderspiel-Pause zu verordnen oder um ihn ins zweite Glied zu versetzen. „Auch Miro wird an seinen Leistungen gemessen. Aber wenn er fit ist, hat er eine unglaubliche Ausgeglichenheit“, bemerkte der Bundestrainer, der an diesem Freitag seinen 20- bis 22-köpfigen Kader für das Abschiedsspiel von Oliver Kahn am kommenden Dienstag sowie die beiden WM-Qualifikationsspiele benennen wird.

Für das Tor will Löw mit seiner neuen Nummer 1, Robert Enke, und dem Bremer Tim Wiese nur zwei Akteure berufen. Mit Timo Hildebrand, der vor der EM ausgemustert worden war, sich aber noch immer Chancen auf einen Auswahl-Stammplatz ausrechnet, hat Löw einen Gesprächstermin „noch im September“ nach dem Spiel in Helsinki vereinbart. „Über einige Dinge werden wir noch sprechen müssen“, sagte der Bundestrainer. Hildebrand hatte sein EM-Aus heftig kritisiert.

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