Lärm in der Nähe eines Sportgeländes ist zumutbar

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Deutsche Presse-Agentur

Wer in die Nähe eines Sportgeländes baut, muss den Lärm beim Spiel- und Trainingsbetrieb hinnehmen. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt hervor.

Nach dem in der Fachzeitschrift „OLG-Report“ veröffentlichten Richterspruch gilt dies auch, wenn die Sportstätte später noch erweitert wurde. Denn damit habe der Grundstückseigentümer rechnen müssen (Az.: 8 U 89/06).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines Hauseigentümers gegen den Betreiber einer Sportstätte ab. Der Hausbesitzer vertrat die Ansicht, die Geräuschbelästigungen seien für ihn nicht zumutbar. Das OLG sah die Sache anders. Der Kläger habe gewusst, dass sein Grundstück wegen des Sportplatzes „vorbelastet“ sei. Da er zudem am Rande des Baugebietes wohne, müsse er Geräuschbelästigungen hinnehmen, die Bewohner im Innenbereich des Baugebietes nicht akzeptieren müssten.

Im Übrigen sei die Randlage, in der sich sein Grundstück befinde, seit mehr als 70 Jahren von dem Sportgelände geprägt, meinten die Richter. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Die Sache liegt wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe vor (BGH-Az.: V ZR 138/08).

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