KSC fordert nach Derby Erklärung von Polizei

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Deutsche Presse-Agentur

Bundesligist Karlsruher SC fordert von der Stuttgarter Polizei eine Erklärung zu einem Einsatz während des Fußball-Derbys der Badener beim VfB Stuttgart. Das teilte der Verein mit.

Nach dem Duell der baden-württembergischen Rivalen am vergangenen Sonntag sollen bei dem Einsatz einer Reiterstaffel mehrere Personen verletzt worden sein. Ein junges Mädchen musste notärztlich behandelt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein KSC-Fanbeauftragter wurde von einem Polizei- Pferd an der Schulter verletzt.

„Nach den zahlreichen E-Mails, die ich seit dem Spiel bekommen habe, hat die Polizei Karlsruher Zuschauer, darunter auch Familien mit Kleinkindern, in ein Gatter gedrängt und ist dann mit Pferden unter Einsatz des Schlagstocks durch die Menge gerast“, sagte Manager Rolf Dohmen. „Das kann nicht sein, dass so etwas mit Menschen passiert und da verlangen wir auch lückenlose Aufklärung durch die Polizei.“ Nach Kenntnis des Vereins habe es keine Veranlassung gegeben, dermaßen vehement gegen seine Anhänger vorzugehen.

Die Stuttgarter Polizei wies die Vorwürfe in ihrer drastischen Form zurück, räumte aber ein, „dass es nach jetzigem Erkenntnisstand eine Fehleinschätzung von zwei Polizeireitern gab, die auch von der Hiebwaffe Gebrauch gemacht haben.“ Nach Angaben von Stefan Keilbach, Pressesprecher der Stuttgarter Polizei, hätten die beiden Beamten versucht, Tatverdächtige festzunehmen. Dies sei in der Menschenmenge aber nicht möglich gewesen. „Der Vorfall tut uns leid, den Einsatz einer Reiterstaffel bei solchen Veranstaltungen stellen wir aber nicht in Frage“, erklärte Keilbach.

Die Stuttgarter Polizei hatte am Tag nach dem 3:1-Sieg des VfB mitgeteilt, dass die beiden Fan-Lager wegen „deutlicher Provokationen“ von berittenen Beamten getrennt worden waren. In ihren Angaben war von einer leicht verletzten Person und neun vorübergehenden Festnahmen die Rede.

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