Kritik an Merkel als „Lehrmeisterin des Papstes“

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Deutsche Presse-Agentur

In der Auseinandersetzung um die Holocaust-Leugnung eines Katholiken hat der Eichstätter Oberhirte Gregor Maria Hanke Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf angegriffen.

Hanke nannte es am Mittwoch bestürzend, „wie derzeit sogar von offizieller staatlicher und politischer Seite die Integrität von Benedikt XVI. in Frage gestellt wird“. Es sei „unbegreiflich und empörend, wenn selbst die deutsche Bundeskanzlerin vom Papst klare Worte fordert in einem Zusammenhang, in dem gerade Papst Benedikt es nie an Eindeutigkeit hat fehlen lassen“, erklärte Hanke.

Auch der CSU-Europaabgeordnete Bernd Posselt warnte Merkel davor, „sich weiterhin als Lehrmeisterin des Papstes zu gerieren“. Zwar müssten tatsächlich manche Probleme in der Kurie in Rom gelöst werden. „Doch die Bundeskanzlerin sollte sich lieber darum kümmern, in der Berliner Koalition verstärkt christliche Grundsätze durchzusetzen, was etwa in der Sozial- und Familienpolitik, beim Lebensschutz und in der Bioethik mehr als notwendig ist“, schrieb der Münchner CSU-Politiker in einer Mitteilung.

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