Kriegergedächtnisstätte auf dem Alten Friedhof wird umgestaltet

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Die teilweise unleserlich gewordenen Ehrentafeln der gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs aus Aeschach und Hoyren werden s
Die teilweise unleserlich gewordenen Ehrentafeln der gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs aus Aeschach und Hoyren werden saniert. (Foto: privat)
Lindauer Zeitung

h (lz) - Es ist nicht nur das hochsommerliche Wetter, das dafür sorgt, dass derzeit auf dem Alten Friedhof in Aeschach immer öfter Maurer und Restauratoren bei der Arbeit zu beobachten sind. Der tiefere Grund dafür liegt schon weiter zurück: Bereits vor fünf Jahren hegten Verantwortliche des Fördervereins vom Alten Friedhof den Wunsch, die zum Teil unleserlich gewordenen Ehrentafeln der gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs aus Aeschach und Hoyren wieder zu restaurieren. Für dieses Vorhaben sammelte der Verein sogar Spenden in der Hoffnung, dass so manche Familie die Namen ihrer Vorväter wieder entdecken würden.

Damit war ein Grundstock für die Finanzierung der Restaurierung der Tafeln gelegt. Gleichzeitig legte Meinrad Gfall einen Plan für die Umgestaltung der ganzen Anlage vor, der beim Vereinsvorstand Gefallen fand. Die Umsetzung verzögerte sich aber ein ums andere Mal, da die Stadtkasse leer war und andere Mauerteile des Friedhofs vordringlich erneuert werden mussten. „Unsere Geduld wurde oft geprüft“, kommentierte der Vereinsvorsitzende Peter Borel die Entwicklung des Projekts.

Durch den regen Verkauf von Urnenplätzen beim Gemeinschaftsgrab sah sich die Stadt in diesem Jahr nun endlich imstande, die Maßnahme umzusetzen. Der Förderverein Lindauer Kulturerbe Alter Friedhof leistete einen wichtigen Beitrag, indem er die Finanzierung der Sanierungskosten für die Rückwand und die Ehrentafeln zusicherte.

Zunächst wurden die Ehrentafeln behutsam abgenommen (siehe Foto), damit sie in einer Werkstatt in aufwändiger Arbeit wieder instand gesetzt werden können. Jetzt kann der für die Mauer zuständige Restaurator die Rückwand sanieren, bis dann im Herbst die Umgestaltung der Fläche um das große Kruzifix erfolgen kann.

Zum 100. Gedenktag des Endes des Ersten Weltkriegs jedenfalls wird die gesamte Anlage fertig sein, ist Stadtarchivar Heiner Stauder überzeugt.

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