Kretzschmar für Profi-Referees im Handball

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Deutsche Presse-Agentur

Der für offene Worte bekannte Ex-Nationalspieler Stefan Kretzschmar glaubt im Zusammenhang mit der angeblichen Manipulations-Affäre beim THW Kiel nicht daran, dass „in großem Stil bestochen“ worden ist.

Der Sportdirektor des SC Magdeburg macht sich dennoch Sorgen um seinen Handballsport. „Würde sich bewahrheiten, dass Kiel tatsächlich bestochen hat, wäre das ein Genickschlag, von dem sich der Handball nicht so schnell erholen würde“, sagte der ehemalige Linksaußen in einem „Sport Bild“-Interview. Zugleich spricht er sich klar für einen Profi-Referee aus: „Ein Profi-Schiedsrichter mit festem Arbeitsvertrag und adäquatem Gehalt wäre für Betrug weniger empfänglich.“

Dass es in der vergangenen Zeit zu Unregelmäßigkeiten wie beim Spiel Korea gegen Kuwait gab, ist bekannt, so Kretzschmar, „aber in Europa werden Spiele auf so extreme Art und Weise nicht verschoben. Ich glaube nicht, dass da Geld fließt. Und mit Schiebung ist man ohnehin schnell bei der Hand. Ohne die Schiris wären wir in Deutschland 2007 vielleicht nicht Weltmeister geworden. Aber das war ein ganz normaler Heimbonus, den jetzt auch die Kroaten hatten.“

Zudem bricht Kretzschmar für den ehemaligen THW-Trainer Zvonimir Serdarusic eine Lanze. „Noka kenne ich als geradlinig und besonnen. Die Animositäten zwischen ihm und Uwe Schwenker können ihn nicht getrieben haben, so was zu verbreiten.“

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