Kreis baut eigene Impfstützpunkte auf

 Im Kunden-Informationszentrum der Aalener Stadtwerke in der Gmünder Straße wird ein vom Kreis betriebener Impfstützpunkt für Aa
Im Kunden-Informationszentrum der Aalener Stadtwerke in der Gmünder Straße wird ein vom Kreis betriebener Impfstützpunkt für Aalen eingerichtet. (Foto: Eckard Scheiderer)
Redakteur Aalen

Zu impfen, was das Zeug hält, ist momentan das Gebot der Stunde. Ein zentrales Kreisimpfzentrum (KIZ) wird es auf der Ostalb aber definitiv nicht mehr geben, wie Susanne Dietterle, die Pressesprecherin des Landratsamts, auf Nachfrage sagt. Denn ein solches KIZ würde vom Land nicht mehr finanziert. Stattdessen wird der Kreis so schnell wie möglich eine dezentrale, verlässliche Struktur mit Impfstützpunkten und mit eigenen Impfteams aufbauen.

Am Montag hat das Landratsamt dem baden-württembergischen Sozialministerium seinen vorläufigen Bedarf für solche neuen Impfstrukturen angemeldet. Denn das Land finanziert diese. Laut Dietterle ist vorgesehen, in Aalen und Schwäbisch Gmünd größere Impfstützpunkte einzurichten, eventuell mit vier bis fünf Impftagen pro Woche.

Für Ellwangen und Bopfingen sollen ebenfalls feste Impfangebote in Stützpunkten geschaffen werden, möglicherweise die Woche über an verschiedenen Tagen im Wechsel. Außerdem will der Kreis auch weiterhin ein mobiles Impfteam für die kleineren Städte und die Gemeinden einsetzen, ein weiteres mobiles Impfteam soll es ausschließlich für den Einsatz in sozialen Einrichtungen wie Pflegeheimen geben.

In Aalen wird ein solcher Impfstützpunkt im Kunden-Informationszentrum der Stadtwerke in der Gmünder Straße, hinter dem Kubus, eingerichtet.

Seit Montag ist der Kreis beim Einsatz von mobilen Impfteams autark. Seit Oktober waren zwei vom Land finanzierte mobile Impfteams des Diak-Klinikums Schwäbisch Hall im Ostalbkreis unterwegs. Ein drittes mobiles Impfteam, das der Kreis bewilligt bekommen und selbst organisiert hatte, war bislang unter anderem auch im kleinen Sitzungssaal im Aalener Rathaus im Einsatz.

An diesem Mittwoch, 24., und am Donnerstag, 25. November, wird das mobile Impfteam des Ostalbkreises seine Impftermine nicht mehr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses, sondern im Kunden-Informationszentrum der Stadtwerke in der Gmünder Straße 20 anbieten, jeweils von 11 bis 17 Uhr für Erst-, Zweit- oder Drittimpfungen. Verimpft werden BionTech/Pfizer und Moderna.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird gebeten, diese Unterlagen bereitzuhalten: den Impfpass, die Versichertenkarte sowie das ausgefüllte Aufklärungsformular und den ausgefüllten Anamnesebogen. Beide Formulare können von der Homepage des Robert Koch-Instituts heruntergeladen werden.

An diesem Montag nun hat laut Dietterle der Ostalbkreis die Impftätigkeit der beiden Diak-Teams mit zwei selbst organisierten Impfteams übernommen. Ínsgesamt sind damit momentan drei mobile Impfteams des Kreises im Einsatz. Wie Dietterle weiter sagt, bleiben alle für diese Woche im Impfkalender auf der Homepage www.ostalbkreis.de bereits angekündigten Termine für Pop-up-Impfungen unverändert. Das gilt auch für die Termine, für welche bislang die beiden Diak-Teams vorgesehen waren.

Der Aufbau der neuen Impfstrukturen wird laut Dietterle vom Landratsamt koordiniert. Die medizinische Leitung haben die beiden Ärzte Hariolf Zawadil und Peter Schmidt. Sie hatten auch bereits im KIZ in der Aalener Ulrich-Pfeifle-Halle die ärztliche Leitung inne.

Für den Betrieb der Impfstützpunkte braucht man laut Dietterle zudem Ärztinnen und Ärzte, welche die Impfschichten dort übernehmen, außerdem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Hilfsorganisationen. Die Suche nach diesem Personal laufe aber bereits.

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