Kovacs versprüht jede Menge pure Soulpower

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Kovacs
Soul-Lady mit dunklen Seiten: Kovacs: (Foto: DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Wenn man Popsongs riechen könnte, dann würden diese hier nach Leben riechen, nach Spaß an der Musik, der Sehnsucht nach Liebe, aber auch nach Verlusten und Schmerz.

„Cheap Smell“ (Warner Music) nennt die niederländische Soulsängerin Kovacs ihr neues, zweites Album etwas kokett. Auf dem Cover posiert die 28-Jährige mit kahlgeschorenem Schädel vor blutrotem Hintergrund. Bloß nicht zu gefällig oder niedlich daherkommen, scheint die Botschaft zu sein.

Dabei sprechen die fünfzehn Tracks auf diesem Album für sich, da ist die ganze Spannbreite der Emotionen drin. Fast filmisch setzt der Opener „Priceless“ ein, mit Streichereinsatz und Pathos. Dann folgt mit „Adickted“ schon ein düsterer Tonfall, bevor Kovacs mit einem richtig dreckigen Lacher ihr gutgelauntes „It's The Weekend“ mit Chorgesang anstimmt. Eine kurzweilige Mischung bietet dieses Album von einer Frau, die es als Teenager verdammt schwer hatte, ihrer Leidenschaft fürs Singen zu folgen. Noch auf der Musikhochschule wurde sie abgekanzelt.

Lange her, Kovacs hat sich längst freigeschwommen, und beherrscht dank ihrer ausdrucksstarken Stimme alle Register des Soul - von der düsteren „Freakshow“ bis zum eingängigen „I Better Run“, von dem es auch ein Video gibt. Es gibt jede Menge zu entdecken auf „Cheap Smell“, und im Oktober kann man Kovacs auch live in Deutschland erleben.

Tourtermine: 15.10. München, Muffathalle; 16.10. Berlin, Huxleys; 17.10. Hamburg, Grünspan; 18.10. Köln; Gloria

Website Kovacs

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