Kommentar zur Hopfensiegelhalle: Rettung oder Untergang

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Rettung oder Untergang
Rettung oder Untergang
Redaktionsleiter

Besser wird der Zustand der alten Hopfensiegelhalle nicht, auch wenn die Stadt Tettnang Geld für notwendige Erhaltungsreparaturen in die Hand nimmt. Ein Kauf ist für private Käufer unattraktiv. Diesen Schluss kann man aus den gescheiterten Versuchen ziehen, das Gebäude zu veräußern. Die Auflagen des Denkmalschutzes waren für mögliche Investoren zu hoch oder Absprachen zu langwierig. Einen Erfolg der neuen Ausschreibung kann man da skeptisch sehen.

Sollte sich diesmal auch wieder niemand finden, ist die Stadt in der Verantwortung. Es ist eine ideelle Pflicht, die aus der Tradition Tettnangs als Hopfenstadt rührt. Und die vielleicht vereinbar wäre mit einer Nutzung für Vereine, für Jugendliche, für Kultur. Die Lage ist zentral, durch Anbauten könnte das Gebäude ertüchtigt werden. Und sicher fänden sich auch Freiwillige für einen Förderverein, die für das Vorhaben werben und Sponsoren finden.

Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass es in so einem Fall Zugeständnisse des Denkmalschutzes geben muss. Wenn man beispielsweise nicht dämmen darf, ist so ein Gebäude nicht sinnvoll zu nutzen. Doch damit steht und fällt die Bereitschaft, zu investieren. Während ein Kompromiss zum Erhalt des Gebäudes führen könnte, dürfte ein starres Beharren sein Untergang sein.

 

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