Kohler gibt auf - Emden verliert Spitzenposition

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Deutsche Presse-Agentur

Sorgen um Weltmeister Jürgen Kohler: Der 43-Jährige hat aus gesundheitlichen Gründen nach nur 80 Tagen sein Traineramt beim VfR Aalen aufgegeben.

Nach dem 1:0-Sieg des württembergischen Fußball-Drittligisten gegen Werder Bremen II sagte Kohler unter Tränen: „Das war mein letztes Spiel als Trainer des VfR Aalen. Ich habe mich in den letzten Tagen einer medizinischen Untersuchung unterzogen, dabei hat mir der Arzt die Gelbe Karte gezeigt.“ Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ soll Kohler unter Herzrhythmusstörungen leiden. VfR-Manager Martin Braun sagte dem Blatt, der Arzt habe „Probleme mit dem Herzen festgestellt“. Kohler will künftig als Sportdirektor wirken, Markus Schupp gilt als heißer Kandidat für den Trainerposten.

Unterdessen hat der SC Paderborn im Duell der Zweitliga-Absteiger dem FC Carl Zeiss Jena eine Lehrstunde erteilt und mit dem 4:2 wieder die Tabellenführung übernommen. Dabei profitierte der SC von der überraschenden 1:3-Niederlage der Kickers aus Emden bei Kellerkind Wacker Burghausen. Der VfB Stuttgart II besiegte den auf ganzer Linie enttäuschenden FC Erzgebirge Aue mit 3:0.

„Paderborn hat uns einiges gelehrt“, gab Jenas Mittelfeldspieler Niels Hansen zu. Trainer René van Eck ist immer noch ohne Heimerfolg und kritisierte: „Die Zweikämpfe haben wir nicht gewonnen und viele Fehler gemacht.“ Paderborns zweifacher Torschütze Sercan Güvenisik strotzte hingegen vor Selbstvertrauen: „Ich glaube, dass wir spielerische Klasse haben und die Gegner der Liga in Verlegenheit bringen können.“ Im Stadion durften die Partie nur maximal 3000 Zuschauer verfolgen. Die Auflage war Teil eines Sportgerichts-Urteils nach Jenaer Fan-Ausschreitungen in jüngster Zeit.

Die Spitze im Visier hat auch Fortuna Düsseldorf, das durch ein 2:0 bei Dynamo Dresden auf Rang drei kletterte, weil der 1. FC Union Berlin am Freitag gegen den SV Sandhausen nur 2:2 spielte. „Das waren drei wichtige Punkte, mit denen wir in den angestrebten Tabellen-Gefilden bleiben“, sagte Meier.

Rot-Weiß Erfurt hat den Anschluss zur Spitzengruppe durch ein 0:1 bei Bayern München II vorerst verloren. „Unsere zweite Niederlage in Serie macht vieles kaputt“, konstatierte Erfurts Stürmer Massimo Cannizzaro. Bayern-Coach Herrmann Gerland wollte seiner Truppe trotz des ersten Sieges nach fast drei Monaten keinen Tag frei einräumen. „Wenn wir frei machen, lernen wir nix.“ Ganz anders sah das sein Unterhachinger Kollege Ralph Hasenhüttl nach dem 4:2 beim Wuppertaler SV. „Die Jungs werden für die konzentrierte Leistung mit zwei freien Tagen belohnt“, verkündete der Coach der SpVgg.

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