Klavierhaus hat Umzug nach Trossingen nie bereut

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Selbst Landtagspräsident Wolf ließ es sich nicht nehmen, dem Klavierhaus zu gratulieren (v.l.): Guido Wolf, Petra Hermann, Andre (Foto: Jutta Bärsch)

Von Jutta Bärsch

Trossingen - Das Klavierhaus Hermann in Trossingen bietet in seinem Jubiläumsjahr großartige Events. Jetzt haben Petra und Anton Hermann den direkten Geburtstag ihres Musikhauses mit einem Festakt gefeiert. Es begann am 26. Juni 1987 in Seitingen-Oberflacht. Fünf Jahre später zogen Hermanns nach Trossingen um. „Ein gewagter Schritt, den wir aber all die Jahre nicht bereuen mussten“, so Anton Hermann.

„Das Klavierhaus Hermann ist ein wichtiger Baustein in unserem Selbstverständnis als Musikstadt“ betonte Bürgermeister Dr. Clemens Maier in seinem Grußwort. „Die Nähe zu unseren überregional bedeutenden Musikeinrichtungen wie Staatliche Hochschule für Musik, Bundesakademie für musikalische Jugendbildung, Hohner- Konservatorium und Musikschule ist ein wichtiger Standortvorteil, der für alle bereichernd wirkt“.

Prof. Elisabeth Gutjahr, Rektorin der Staatlichen Musikhochschule Trossingen, gratulierte in ihrer Laudatio dem Klavierhaus „….feiert man doch zugleich eine Erfolgsgeschichte der Musik in Tossingen und der Region. Mit visionärer Kraft gelingt es Ihnen, Handwerk im besten Sinne, Unternehmertum im internationalen Dialog, Musik mit rhöchsten Ansprüchen, künstlerische Begegnung und Freundschaften sowie kulturelle Bildung miteinander zu verbinden“.Edgar Auer, Projektleiter der Wettbewerbe „Jugend Musiziert“ beim Deutschen Musikrat, ging in seiner Festrede auf die Anfänge der Musik zurück. Von Pythagoras, der die Intervalle benannte, über Gregorianische Gesänge bis hin zur Klassik und Neuzeit.

Zwischen den Wortvorträgen sorgten instrumentale Einlagen für Unterhaltung. Prof. Tomislav Baynov begrüßte die Gäste mit dem bravourös gespielten „Feuertanz“ von Manuel de Falla. Seine Anfänge am Klavier mit dem immer wieder zu spielenden „Türkischen Marsch“ von Mozart schilderte Frank Golischewski. Seine dann folgenden Betrachtungen über den künstlerischen und allgemeinbildenden Wert von Schlagern der 60ger Jahre waren kabarettistische Spitzenklasse. Uli Johannes Kieckbusch, begleitet von Walter Frühwirth am Flügel, unterhielt mit Liedern und Mundharmonika-Stücken aus eigener Feder.

Vanessa Hermann überraschte ihre Eltern mit vierhändigem Klavierspiel zusammen mit Walter Frühwirth. Im Namen der Firma Hohner überreichte Erik Hörenberg dem Ehepaar Hermann ein Akkordeon-Unikat mit dem Klavierhauslogo und einer in den Balg gravierten „25“.

Auch Landtagspräsident Guido Wolf hatte es sich nicht nehmen lassen, ein Grußwort zu sprechen. Und damit der „Onkel aus Stuttgart auch noch gleich was Sinnvolles tut“, so Wolf, zeichnete er vier langjährige Mitarbeiter des Klavierhauses mit der Urkunde der IHK aus. Anschließend begeisterte er am Xylophon mit dem Bravourstück „Zirkus Renz“ begleitet von Frank Golischewski am Klavier.

Der anschließende Empfang bot Gelegenheit zu vielen Gesprächen. (sz)

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