Klassisch, beinahe aristokratisch

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Lindauer Zeitung

Sich Rafał Blechacz Charme zu entziehen, fällt schwer: Klassisch, beinahe aristokratisch entrückt, doch bescheiden wirkt er. Sein Auftreten ist von klarer, ernster Intelligenz, sein Spiel brillant-strahlend, gefühlvoll, farbenreich. Bei den Bregenzer Meisterkonzerten am Samstag, 6. April, um 19.30 Uhr interpretiert er laut Presssemitteilung des Veranstalters an einem Abend im Festspielhaus Bregenz gleich beide Klavierkonzerte des ihm besonders verbundenen Komponisten Frédéric Chopin.

Der Name Rafał Blechacz erinnert immer auch an die Sensation beim renommierten Warschauer Chopin-Wettbewerb 2005. Damals hatte Blechacz nicht nur den ersten Preis gewonnen, sondern gleich noch vier Sonderpreise für die beste Mazurka, die beste Polonaise, die beste Sonate und das beste Konzert mit nach Hause genommen. Für den Pianisten folgten ein Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon und das erste Album, das schon einen Tag nach Verkaufsstart in Deutschland Goldstatus erlangte.

Blechacz ist ein Denker, der die Musik ertastet – behutsam, fein, und mit Gespür für das Wesentliche. Sich immer wieder in den Dienst des Komponisten zu stellen, sieht er als bedeutende Aufgabe. Nach Bregenz kommt der Ausnahmepianist mit dem Mozarteum-Orchester Salzburg unter der Leitung des italienischen Dirigenten Riccardo Minasi.

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