Klagefrist versäumt ­ Kündigung gilt als berechtigt

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Deutsche Presse-Agentur

Eine Kündigung ist rechtens, wenn sich der Arbeitnehmer nicht rechtzeitig vor Gericht dagegen wehrt. Das gilt nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz auch für eine fristlose Kündigung.

Werde die Frist versäumt, überprüfe das Gericht nicht mehr die Berechtigung der Kündigung (Urteil vom 14.1.2009 ­ 7 Sa 283/08). Das Gericht wies mit seinem Urteil die Kündigungsschutzklage einer Pflegefachkraft ab. Nach Differenzen mit ihrem Arbeitgeber kündigte dieser das Arbeitsverhältnis fristlos. Gegen diese Kündigung erhob die Klägerin jedoch erst knapp zwei Monate später Klage. Sie hatte zuvor unter anderem Vergleichsgespräche mit dem Arbeitgeber geführt und war offenbar der Auffassung, die dreiwöchige Klagefrist werde dadurch verlängert.

Das LAG sah die Sache anders. Die Klägerin hätte konkret gegen die fristlose Kündigung gerichtlich vorgehen müssen. Nach Ablauf der Klagefrist werde die Rechtmäßigkeit der Kündigung unterstellt.

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