Internationale Kinderlieder sind auf der internationalen Musikakademie Kapfenburg in Bild und Ton aufgezeichnet worden.
Internationale Kinderlieder sind auf der internationalen Musikakademie Kapfenburg in Bild und Ton aufgezeichnet worden. (Foto: Franz Mayer)
Franz Mayer

Durch Bild- und- Tonaufnahmen im Konzertsaal der Kapfenburg ist das „Carusos“-Projekt des Deutschen Chorverbands in die sozialen Medien des 21. Jahrhunderts gelangt. Vorarbeit hierzu haben 70 pädagogische Fachkräfte aus Kindergärten der Region Ostalb bei zwei Workshops in Lauchheim geleistet.

Im Zuge der beiden Workshops haben sich die Pädagoginnen und Pädagogen mit dem Kinderliederbuch „Alle Lieder sind schon da“ von Peter Schindler aus Berlin vertraut gemacht. Es enthält fast 200 Kinderlieder, viele davon aus anderen Kulturkreisen. Kaspar Grimminger aus Hülen ist der Carusos-Beauftragte im Eugen-Jaekle Chorverband. Ihm ist es gelungen, Multiplikatoren aus den Workshops zu gewinnen und sie zur Aufzeichnung in Bild und Ton auf der Kapfenburg zu motivieren.

Ein türkisches Kinderlied betrachtet den Körper

Bei dem „Carusos“-Projekt geht es darum, dass Kindergärten die Freude am Singen vermitteln. Auch Kinderlieder in anderen Sprachen sollen gelernt werden. Eines von den vier Liedern, die auf der Kapfenburg aufgezeichnet wurden, betrachtet zum Beispiel spielerisch Gliedmaßen des menschlichen Körpers, auf türkisch „Vucudumuz.“ Ganz schön happig war es, bis Michael Bissinger vom Helbling-Verlag das so im Kasten hatte, dass es jetzt international abgerufen werden kann. Die türkischstämmige Emine Arslan, die teilzeitig im Hülener Kindergarten wirkt, half mit, ihren Kolleginnen die Aussprache zu verdeutlichen. Auch für die internationale Musikakademie war es „ein besonderer Tag“, sagte Franziska Groß vom Kapfenburgteam im Namen von Akademiedirektor Erich Hacker. Die Videos mit den internationalen Kinderliedern werden voraussichtlich ab Januar im Internet zu finden sein, Der Helbling-Verlag, der das Buch „Alle Lieder sind schon da“ herausgibt, sei derzeit noch mit dem Schnitt befasst, erläuterte Franziska Groß auf Nachfrage.

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